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Arata Kangatari, Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Yuu Watase gehört zu den beliebtesten japanischen Mangaka in Deutschland. Aus ihrer Feder stammen so bekannte und beliebte Reihen wie „Fushigi Yugi“ und „Ayashi no Ceres“. Auch wenn sie immer wieder Ausflüge in die reale Welt unternommen und Liebesgeschichten erzählt hat, die im modernen Schulmilieu spielen, so ist ihr Steckenpferd doch die Fantasy.

 

Daher ist auch ihre neue Serie „Arata Kangatari“ wieder in einem fernöstlich-mittelalterlichen Umfeld angesiedelt und bindet ein Kind dieser Welt in die dortigen Abenteuer mit ein und umgekehrt. Nur diesmal sind es zwei junge Männer, deren Schicksale eng miteinander verwoben sind.

Alle dreißig Jahre muss eine junge Frau aus der Hime-Familie in den Palast der Hime-Ou reisen, um deren Nachfolgerin im Dienst für die Hayagami zu werden. Doch was tun, wenn keine weibliche Erbin da ist?

Die Großmutter weiß, dass sie nicht noch einmal dafür sorgen kann, dass die derzeitige Herrscherin weiter regiert. Also muss ihr Enkel Arata, ob er will oder nicht, in den sauren Apfel beißen und das Vermächtnis erfüllen. Nach einigem Hin und Her ist er schließlich auch dazu bereit.

Doch kaum ist er im Palast der Hime-Ou angekommen, geschieht das Unerwartete: Die Wächter der Herrscherin, die zwölf Shin-shous, erheben sich gegen sie und ermorden die alte Prinzessin, ehe sie ihr Wissen weitergeben kann. Sie bezichtigen Arata der Tat und jagen ihm. Dem jungen Mann bleibt nichts anderes als in den Kando-Wald zu fliehen.

Von diesem heißt es, dass kaum einer ihn wieder verlässt und die, die es tun, sich ziemlich verändert haben. Und auch diesmal scheint das so zu sein, denn als er wieder auftaucht, trägt er fremdartige Kleidung und scheint alles vergessen zu haben...

 

Wenn die Umblende auf das reale Japan kommt, ahnt man schon, auf was das ganze herauslaufen wird. Denn dort gibt es einen Jungen, der Arata aufs Haar gleicht und auch noch den selben Namen trägt. Es kommt zu einem Weltentausch.

Der Schüler aus der japanischen Highschool landet in der mittelalterlichen Welt und sieht sich gleich mit blutdürstigen Häschern und vielen Gefahren konfrontiert. Glücklicherweise versteht die Großmutter schnell und weiht ihn in die wichtigsten Dinge ein, so dass er schon bald weiß, was noch alles auf ihn zukommen wird. Und irgendwie ist auch die kecke Kotoha eine wichtige Weggefährtin für ihm.

Das ganze erinnert auf den ersten Blick ein wenig an „Fushigi Yugi“. Auch dort gelangen Jugendliche aus unserer in eine magische Welt. Nur gibt es diesmal einen richtigen Tausch, so dass man vermutlich auch irgendwann einmal den Fantasy-Arata in der High School erleben wird, was dann vermutlich für viele humorvolle Begebenheiten sorgt.

Immerhin ist nur das Rohgerüst ähnlich – die Geschichte entwickelt sich angenehmerweise dann doch in eine andere Variation des Themas, so dass es auch ein wenig Abwechslung gibt.

All das wird in einem lockeren und leichten Stil erzählt, wie man ihn schon von anderen Reihen her kennt. Auch wenn es durchaus gewalttätige Szenen gibt, so dominiert doch das leichte und mit Humor versetzte Abenteuer, wie man es aus Yuu Watases Feder zu schätzen gelernt hat.

 

Jedenfalls zeigt schon der Auftakt von „Arata Kangatari“ das Potential der Reihe, so dass alle Fantasy-Fans gespannt auf die Fortsetzung sein können, vor allem wenn sie bereits die anderen großen Reihen der Künstlerin schätzten.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Arata Kangatari Band 1

Autorin & Künstlerin: Yuu Watase

Aus dem Japanischen von Burkhard Höfler

Arata Kangatari, Vol. 1, Japan 2009

Manga-Taschenbuch, 198 Seiten

Egmont Manga & Anime, 09/2010

ISBN-10: 3770472489

ISBN-13: 978-3770472482

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 06.10.2010, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40