Zurück zur Startseite


  Platzhalter

Arrival

Arrival ist ein Science-Fiction-Film von Regisseur Denis Villeneuve. Als mysteriöse Raumschiffe rund um den Globus landen, stellt Oberst Weber (Forest Whitaker) ein Elite-Team auf und bringt die erfahrene Linguistin Louise Banks (Amy Adams) und Ian Donnelly (Jeremy Renner) zusammen um die Dinge zu untersuchen.

Zum Seitenanfang

Eure Meinung:

Ralf, 18.12.2016, 10:22:
In der Tat ein toller SF-Film.

Es gibt einige Änderungen zur Vorlage, die mir nicht gefielen, etwa die militärische Auseinandersetzung, die Bombe oder die Telefon-Aktion.

Aber wenn man diese Kino-Anpassungen außer Acht lässt bleibt ein Film, der ohne Action-Oversizing eine sehr gute Geschichte erzählt.

8 Sternchen
Armin, 17.12.2016, 17:50:
Die Erzählung »Geschichte deines Lebens« (1998) des amerikanischen Science-Fiction-Autors Ted Chiang handelt von einem ganz besonderen Erstkontakt mit außerirdischen Lebewesen. Um die Verständigung mit den sogenannten Heptapoden herzustellen, müssen viele Hindernisse überbrückt werden, da die Sprache der Fremden ganz anders als die der Menschen funktioniert, zumal sich auch ihre gesprochene und geschriebene Sprache sehr deutlich voneinander unterscheiden. Letztlich geht es vor allem auch darum, welchen Einfluss Sprache auf die Wahrnehmung der Welt hat. Das in einen Film zu packen und dabei den üblichen Invasions-Klischees zu widerstehen, ist keine leichte Aufgabe: Der kanadische Regisseur Denis Villeneuve (»Sicario«) meistert sie in »Arrival« mit Bravour.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die Linguistin Dr. Louise Banks (Amy Adams), die vom US-Militär in Person von Colonel Weber (Forest Whitaker) angeheuert wird, um die Kommunikation mit den Außerirdischen in die Gänge zu bringen. Die sind mit zwölf gigantischen, muschelförmigen Raumschiffen zur Erde gekommen, haben sich dort scheinbar willkürlich verteilt und überall fieberhafte Aktivitäten ausgelöst. Dr. Banks kommt dem Rätsel der Heptapoden-Schriftsprache gemeinsam mit dem Physiker Dr. Ian Donnelly (Jeremy Renner) ganz allmählich auf die Spur, um endlich die Frage »Warum seid ihr hier?« stellen zu können – dabei drängt die Zeit, denn speziell in China laufen Anstrengungen, gegen die möglichen Aggressoren militärisch vorzugehen.

Denis Villeneuve verzichtet auf ein Feuerwerk aus Spezialeffekten, ohne deshalb atemberaubende, oft auch düstere und bedrohlich wirkende Bilder auszusparen, und schafft damit einen wohltuenden Gegenentwurf zu Kollegen wie Roland Emmerich und Co. Die Geschichte, die in „Arrival“ erzählt wird, ist aber auch deutlich komplexer und cleverer konstruiert als der übliche Invasionsplot mit bösen Aliens und schießwütigen Militärs. Wie clever die Handlung erdacht und zusammengesetzt ist, erschließt sich dem Zuschauer, der immer wieder zum Mitdenken aufgefordert ist, dann auch erst gegen Ende, wenn er die immer wieder eingestreuten Szenen mit Louise Banks und ihrer Tochter richtig einordnen kann. »Arrival« ist aber nicht nur deshalb ein großartiger Film: Trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – des überschaubaren Erzähltempos bleibt die Geschichte immer hochspannend, getragen von einer hervorragend agierenden Amy Adams, und fasziniert eben auch wegen ihrer philosophischen Tiefe.

(9 Sternchen)
Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
*
*
Platzhalter

Arrival

Jahr: 2016

Regie: Denis Villeneuve

SF-Film

 

Erhältlich bei: Amazon

DarstellerInnen:

  • Amy Adams
  • Jeremy Renner
  • Forest Whitaker

Rezension im Fantasyguide:

Diskussion im Forum

Arrival


Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 17.12.2016, zuletzt aktualisiert: 20.10.2017 11:43