Artikel: 9. Teil Das Land der Ringe
 
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Teil 9: Im Land der Ringe

von Holger M. Pohl

 

Eine phantastisch-phantastische Reise nach Neuseeland und Mittelerde Auf den Spuren der Hobbits

 

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20. – 22. April 2011:

 

Von Twizel nach Hause

 

So wie Frodos und Sams Reise sich irgendwann dem Ende näherte, so erging es auch unserer Reise … leider.

 

Nach der Schlacht auf den Pelennor-Feldern – oder anders gesagt: nach unserem Aufenthalt in Twizel – brachen wir in Richtung Christchurch auf, von wo unser Rückflug erfolgen sollte. Die Adler der Emirates sollten uns nach Hause fliegen. Doch bevor es soweit war, sollten wir noch einmal mit herrlichen Bildern aus Mittelerde und Neuseeland in fasziniertes Staunen versetzt werden.

 

Zunächst ging es kurz am Lake Pukaki entlang. Das Wetter war traumhaft und so konnten wir ein weiteres Mal wunderschöne Ausblicke auf die Südlichen Alpen und den Aoraki (Mt. Cook) genießen. Ein kurzer Fotostopp am Seeufer, dann ging es weiter.

Nach einer kurzen Fahrt durch eine schöne Landschaft erreichten wir den Lake Tekapo. Besonders bekannt und immer wieder ein schönes Bildmotiv ist dort Die Kirche des guten Hirten, ein kleiner Steinbau am Seeufer.

Entlang des Ufers gibt es auch einige Motels und Cafés mit Seeterassen, so dass wir uns dort eine Rast gönnten, gemütlich einen Kaffee schlürften und das herrliche Wetter mit einer tollen Aussicht genossen. Doch dann musste es weitergehen, denn das letzte unvergessliche Highlight Mittelerdes stand uns bevor.

 

Zunächst führte unsere Fahrt über den Burke’s Pass, dessen höchste Stelle 709m über dem Meeresspiegel liegt, hinein in den östlichen Teil der Region Canterbury, dann über Geraldine in Richtung Methven. Bei Mount Somers bogen wir westwärts nach Hakatere ab. Kurz nach diesem kleinen Ort hatte uns dann schließlich das große Versäumnis unserer Reise wieder eingeholt, denn eine unbefestigte Schotterpiste lag vor uns. Während ich vorher manchmal nur bedauert hatte, kein 4WD-Fahrzeug gemietet zu haben, so war ich an diesem Punkt nun wirklich ein wenig traurig.

Wer schon einmal auf Schotter gefahren ist, der weiß, was uns erwartete. Das ist schlimmer als auf Schnee zu fahren. Es ist, als ob man auf einer Oberfläche fährt, die dauernd am fließen und arbeiten ist. Fährt man zu schnell in die Kurve, gerät man ins Rutschen; gibt man zu viel Gas, drehen die Räder durch; bremst man zu kräftig und schnell, dann blockieren ABS hin oder her die Räder für einen Moment.

 

Irgendwann tun einem dann die Arme und Hände weh und man hat keine Kraft mehr. Bei mir war es nach etwa 25 Kilometern so weit (für die wir mehr als eine Stunde brauchten). Immerhin musste ich ja dieselbe Strecke wieder zurück. So kamen wir nicht ganz heran, aber doch nahe genug, um einen Blick darauf zu erhaschen. Wir hielten also an einem höher gelegenen Aussichtspunkt an, der uns einen schönen Blick auf das vor uns liegende Tal gewährte, und sahen ihn: den Mt. Sunday. Im Grunde genommen nur ein Hügel, aber für Der Herr der Ringe-Freunde wie mich doch ein wenig mehr als nur ein Hügel.

Ich kann verstehen, wenn jemandem der Name Mt. Sunday nichts sagt. Vor allem, wenn man ihn einfach so sieht und nichts erkennt, was mit den Filmen zu tun hat. Doch für etwa elf Monate standen dort Gebäude und Palisaden und die Goldene Halle Meduseld. Für fast elf Monate stand dort Edoras, die Hauptstadt von Rohan.

 

Ich hätte stundenlang dort stehen können. Luftlinie waren es nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel, doch dorthin zu fahren (und das restliche Stück zu Fuß zu gehen) hätte mindestens noch einmal drei Stunden wenn nicht mehr in Anspruch genommen. Doch leider war uns diese Zeit nicht gegönnt (und in Anbetracht des Rückweges auch die Kraft nicht), aber es war der Augenblick, in dem ich mir schwor, dass Mittelerde und Neuseeland mich wieder sehen werden!

Anmerkung: Mittlerweile gibt es eine Hängebrücke, über die man recht bequem die Wasserläufe überqueren kann, die zwischen der Straße und dem Mt. Sunday liegen. Ein Grund mehr, noch einmal vorbeizuschauen. Neben allen anderen Gründen … wie etwa die Drehorte von Der Hobbit zu besuchen, die ich mittlerweile schon fleißig in Google Earth sammle.

Leider viel zu früh musste aber die Rückkehr in die Realität erfolgen und wir mussten Abschied nehmen von Edoras. Wir machten uns auf die anstrengende Rückfahrt in die Zivilisation.

 

Nach einem sehr guten und – weil es das letzte war – auch sehr edlem Abendessen genossen wir in einem Farmhaus die letzte Nacht unseres Aufenthaltes in Neuseeland.

Am Morgen nahmen wir dann ein ausgiebiges Frühstück zu uns, zusammen mit zwei Pärchen aus Singapur. Und siehe da, die Welt ist klein. Einer der Männer hatte etliche Jahre bei einer Unternehmensberatung in Stuttgart gearbeitet. Stuttgart und unser Wohnort liegen ziemlich dicht beieinander.

 

Schließlich hieß es dann aufbrechen in Richtung Flughafen Christchurch. Leider haben wir Christchurch selbst nicht gesehen. Ursprünglich sollte unsere letzte Übernachtung in der Stadt sein und zwar ziemlich zentral, doch nach einem Erbeben kurz vor unserer Anreise buchte unser Reiserveranstalter uns um.

Am Flughafen verlief alles reibungslos – wie alles von Rest New Zealand Tours organisierte reibungslos verlief – und die Adler der Emirates brachten uns via Sydney, Bangkok und Dubai zurück nach Frankfurt am Main.

 

Nur einmal gab es unterwegs etwas Aufregung. Als wir nämlich Ortszeit nachts um Halbdrei in Bangkok feststellten, dass wir uns in der Ankunftszeit geirrt hatten. Gut, 32 Stunden Reisezeit sind 32 Stunden Reisezeit. Aber in Richtung Osten und in Richtung Westen ist das dann eben doch etwas anderes. Wir flogen montags Richtung Neuseeland ab und kamen mittwochs an. Logisch also, wenn der Rückflug donnerstags beginnt, dass wir samstags ankommen, oder? Zum Glück haben wir unser Taxi telefonisch erreicht und konnten mitteilen, dass wir 24 Stunden früher ankommen. Und schließlich kamen wir dann in Frankfurt an … freitags …

 

Unsere Reise war zu Ende …

 

Wir haben Mittelerde und Neuseeland kennen und – ohne zu übertreiben – lieben gelernt. Eine Rückkehr wird es ganz sicher geben, denn wie ich schon öfters schrieb: 4WD-Fahrzeug heißt das Zauberwort. Es gibt noch so viele Drehorte zu besichtigen und es kommen ja neue Drehorte für Der Hobbit hinzu. Und es gibt noch so unendlich viel von Neuseeland zu sehen!

Wir sind hin und wieder zurück und diese Reise ist zu Ende. Doch nach der Reise ist vor der Reise und Mittelerde und Neuseeland werden uns wieder sehen … hoffentlich bald!

 

Damit endet mein Reisebericht ins Land der Ringe. Ich hoffe, er hat ein wenig Spaß gemacht und Vergnügen bereitet. Vielleicht sogar ein wenig Lust hervorgerufen, selbst einmal auf den Spuren der Hobbits zu wandeln. Wenn jemand Fragen hat, dann einfach her damit: haempe(at)fantasyguide.de

 

Ansonsten wird es in Kürze noch einen kleinen Nachklapp geben: Links mit ein paar Informationen. Falls Ihr Euch aber vorab schon einmal informieren wollt, dann besucht die Seite von Rest New Zealand Tours und geht zumindest schon einmal vituell Auf den Spuren der Hobbits und lasst Euch faszinieren. Sprecht Freund und tretet ein …

 

Links:

 

Christchurch sehen wir vielleicht das nächste Mal, wenn es nach Neuseeland geht.

 

Mt. Sunday, auch bekannt als der Ort, an dem Edoras stand

 

Lake Tekapo, ein malerischer See mit einem malerischen Ufer. Bei schönem Wetter einfach traumhaft!

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2024022712192738d445a1
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Bilder aus Neuseeland und Mittelerde

Eindrücke einer Reise


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Erstellt: 01.02.2012, zuletzt aktualisiert: 16.10.2023 21:13, 12363