Was war Star Wars?

Star Wars - Die nächste Episode

von Ralf Steinberg

 

Ein Spezial über den erfolgreichen Science Fiction Mythos anlässlich des Abschlusses der Prequel-Trilogie mit dem Kinofilm „Die Rache der Sith“

 

 

Star Wars ist ein Bestandteil der westlichen Kultur geworden. Drei Kinofilme setzten eine Erfolgsgeschichte in Gang, der wir uns im Folgenden widmen wollen.

 

Die erste Trilogie - Episoden IV bis VI

Sicherlich ist Georges Lukas einer der Begründer des Popcorn-Kinos, gehen doch einige der eindruckvollsten Blockbuster auf sein Regiekonto. Star Wars veränderte das Hollywooddenken, die Produktion und das Merchandising.

Und uns, die Zuschauer.

So cool wie Han Solo sein, die Macht wie Obi-Wan Kenobi oder Yoda lenken können, fliegen wie Luke und eine Prinzessin küssen, die natürlich einen goldenem Bikini auf der strahlenden Haut trägt - viele kleine Jungs von einst werden diese Träume kennen.

Laserschwerter schwingen und Tie-Fighter abschiessen - das ist der einzige Krieg der Sterne, der sauber und heroisch war, auch wenn oder gerade weil es im STAR WARS Universum dreckig abgenutzt war.

Es schien echt!

Das große Abenteuer lockte uns plötzlich in eine ferne Galaxis mit Bildern, die Captain Kirk zu Ken im Barbyland machten.

Wo gab es etwas genialeries als einen AT-AT?

STAR WARS - für Jahre kullerten die drei Perlen im Herzen des Fans umher, bis Aussicht auf neue unvergleichliche Bilder bestand.

Endlos wurde der Trailer angeschaut, immer und immer wieder.

Jede Geschichte hat einen Anfang...

Ja!

Wir kannten die Han Solo Abenteuer, hatten Lando Calrissian begleitet - wir wussten schon so viel. Nur nicht, wie das mit Darth Vader und dem Imperator wirklich war.

 

Dann kam

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Episode I

Ein Kinderfilm!

Ja, fiel uns ein, wir waren damals auch Kinder, bei Episode IV, wie er später hieß.

Aber dies?

Darth Vader ein Wesley Crusher nur ohne Vater?

Was sollte der Schmu mit Shmi?

Und warum stirbt der krasseste Darth seit Vader sofort wieder?

Hey, wie war das mit den Droiden? C3-PO von Anakin zusammengebastelt, einem armen Sklavenjungen?

 

NEIN! schrie es aus uns. Wozu dreht Georges einen STAR WARS Film, wenn er gar keine Lust dazu hat?

 

Die kalte Dusche war gründlich. Die Jugend und Kindheit und STAR WARS waren vorbei.

 

Zumindest, bis man den Weg zurück ins Bücherregal findet, denn da ist die Welt noch in Ordnung, wischt kein Regisseur harte Fakten mit einer Filmsequenz vom Tisch!

 

 

Die Romane zur ersten Trilogie

1975 wurde der amerikanische Autor Alan Dean Foster beauftragt, für Georges Lukas eine Romanversion von Star Wars anzufertigen.

Dieser Roman erhielt zunächst den Titel: "STAR WARS: from the adventures of Luke Skywalker". Er wurde dann aber umbenannt in "STAR WARS A NEW HOPE" und erschien unter der Angabe Georges Lukas als Verfasser. Der Vertrag mit Alan Dean Foster sah übrigens noch einen weiteren Roman vor, ein Sequel zum Film, der nicht identisch ist mit „Das Imperium schlägt zurück“, nämlich "Splinter of the Mind's Eye", in Deutschland unter dem Titel „Skywalkers Rückkehr“ erschienen. Zu dieser Zeit war Foster bereits durch Star Trek Romane und den Geschichten um Flinx (Commonwealth) bekannt geworden.

 

Die Geschichte von Star Wars: Eine neue Hoffnung ist inzwischen ein Kulturgut geworden. Der Farmerjunge Luke Skywalker vom fernen Wüstenplaneten Tatooine gerät an ein Paar Droiden, R2D2 und C3PO, von denen einer eine wichtige Botschaft für den Einsiedler Obi Wan Kenobi hat, die von der Senatorin Leia Organa stammt und gerade noch so vor dem Zugriff des finsteren Darth Vader auf den Planeten geschmuggelt werden konnte. Diese Botschaft muss in die richtigen Hände gelangen damit die Rebellion gegen das böse Imperium nicht bereits im Ansatz erstickt wird. Also begeben sich Luke, Obi Wan und die beiden Droiden an Bord des Millenium Falcon, dessen Kapitän Han Solo und sein Copilot Chewbacca bereit sind, gegen eine angemessene Bezahlung, die vier zum Alderan-System zu bringen. Doch dort erwartet sie eine böse Überraschung. Statt des Heimatplaneten von Prinzessin Leia, erwartet sie ein Fangstrahl des Todessterns, einer unheimlichen Waffe des Imperiums. Hier wird auch Leia gefangen gehalten. Eine unwahrscheinliche Rettungsaktion beginnt...

 

Der Roman ist weit mehr, als eine Nacherzählung des Films. Die Figuren werden vielschichtig dargestellt und man merkt, wie sehr die Handlung noch im Fluss war, wie sehr Georges Lukas an den Einzelheiten feilte und sie dem Ghostwriter weitergab. So gibt es einige nichtverfilmte Szenen, die den Roman deutlich abrunden. Der innere Erfahrungsweg, den Luke auf seiner Reise geht, nimmt wesentlich mehr Platz ein, als es der Film bietet. Für alle Fans der Filme ist das Buch ein Muss. Natürlich sollte man sich gegenüber einer sehr kritikwürdigen Übersetzung wappnen, die es auch in die jüngsten Ausgaben geschafft hat.

Tony Westermeyer schuf mit seinen Übersetzungen für Goldmann ein Glanzstück der Absonderlichkeit, natürlich in Hinblick auf die deutsche Synchronisation der Filme, die letztendlich den Sprachkanon des deutschen Star Wars Universums festlegten.

"Lichtsäbel" für Laserschwert, "Spurjäger" für TIE-Fighter und "Kraft" statt "Macht", solche Neuerfindungen stören den Lesefluss und stimmen nicht wenige Fans der Filme ärgerlich.

Besonders wenn Klassiker wie etwa: „Möge die Macht mit dir sein!“ übertragen wird in "Die Kraft wird Sie begleiten". Auch stilistisch werden klare Einschnitte vorgenommen, wenn zum Beispiel "Shut up! You got a mouth like a crater!" mit einem simplen "Sei still!" übersetzt wird.

Dafür werden andere Begriffe nicht eingedeutscht, etwa Falcon, Artoo Deetoo und Treepio.

 

Aber auch, wenn die Geschichte nun mehr mit Episode I beginnt, A New Hope ist der ultimate Anfang von Star Wars. Ob als Film oder als Buch - ein Muss!

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zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 11:17 | Users Online
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