Erlebe ein episches Action-Adventure im feudalen Japan! Werde zu einer tödlichen Shinobi-Assassinin und einem mächtigen, legendären Samurai, während du eine wunderschöne offene Welt in einer Zeit des Chaos erkundest.
Story
Gennojo und Naoe in action
Wie ihr sicherlich längst wisst, versetzt euch Assassin’s Creed Shadows ins Japan des späten 16. Jahrhunderts. Nach dem Zusammenbruch des letzten Shogunats ist das Reich in viele kleine Teile zerfallen, und die neuen lokalen Herrscher versuchen die Macht an sich zu reißen. Einer davon ist Fürst Oda Nobunaga, eine von vielen historischen Persönlichkeiten im Spiel, die den schwarzen Sklaven Yasuke unter seine Fittiche nimmt und zum Samurai ausbilden lässt. Ebenjener Oda Nobunaga ist es auch, der die Provinz Iga überfällt, um die dort ansässigen Shinobi zu vernichten – die Heimat von Naoe, der Heldin von »Assassin’s Creed Shadows«. Yasuke und Naoe stehen anfangs also keineswegs auf derselben Seite, finden aber, ohne hier weitere Details zu nennen, später doch zusammen. Während sich Yasuke eher auf einer Art Erkenntnisreise befindet, sinnt Naoe vor allem nach Rache. Denn am Rande des Überfalls auf Iga ermorden Maskierte, die Naoe Onryo nennt, ihren Vater. Sie schwört den Shinobi daraufhin, einen nach dem anderen zur Strecke zu bringen.
Gameplay
Character Switching
Die Spielkarte besteht dabei aus neun Provinzen, die mit Tempeln, Städten und Sehenswürdigkeiten gespickt sind. Wichtig: Die gesamte Spielwelt ist von Beginn an frei erkundbar. Allerdings variieren die Gegner·innenstufen, sodass ihr etwa als Anfänger·in nicht in den Norden reisen solltet, da euch dortige Wachen mit einem Schlag abfertigen. Im Gegensatz zu früheren Assassin’s Creed-Teilen serviert euch »Assassin’s Creed: Shadows« nicht alle Punkte auf der Karte. Vielmehr müsst ihr sie selbst entdecken. Die weiterhin integrierten Aussichtspunkte dienen in erster Linie als Schnellreisepunkte, schalten aber nicht automatisch alle Wahrzeichen und ihre Bedeutung frei. Oft bleiben viele Fragezeichen oder Punkte übrig, die ihr selbst erkunden müsst. Auch bei der Suche nach Zielpersonen ist ein wenig mehr Gehirn gefragt. Das Spiel gibt lediglich Hinweise auf deren Aufenthaltsort.
Swing and Shinboi
Grundsätzlich bleibt das Kampfsystem eher simpel. Es gibt leichte und schwere Angriffe, die sich durch längeres Halten zu mächtigen Haltungsattacken aufladen lassen – ideal, um gegnerische Blöcke zu durchbrechen und Schwachstellen offenzulegen. Dazu kommen Ausweich- und Blockmechaniken, die je nach Gegner·innen mal mehr, mal weniger gefragt sind. Einige Feind·innen erfordern taktisches Vorgehen, doch oft reicht schlichtes Draufhauen – zumindest, wenn man unseren Samurai spielt.
Naoe Herbstbeginn
Yasuke ist kein Assassine im klassischen Sinne. Er ist ein Samurai – groß, stark, respekteinflößend. Schleichen? Täuschung? Nicht sein Stil. Stattdessen pflügt er sich durch Gegner·innenhorden wie ein wandelnder Sturm. Verriegelte Tore? Kein Problem – einfach einrennen und weiter geht’s. Sein Kampfstil ist wuchtig und brutal, seine Waffen – darunter Oukatana, Naginata, Kanabou, Bogen und Teppou – bieten genug Abwechslung, und weiter verstärkt durch individuelle Skilltrees mit aktiven und passiven Fähigkeiten.
Mit Naoe bekommt man die klassische, beliebte »Assassin’s-Creed«-Erfahrung – und vielleicht sogar besser als je zuvor. Sie bleibt in den Schatten, schleicht lautlos durch feindliche Lager und eliminiert ihre Ziele mit tödlicher Präzision. Ihre versteckte Klinge ist ihr treuester Begleiter, doch wenn es nötig ist, setzt sie auch ihre anderen Waffen ein: Katana, Tanto und Kusarigama. Schleichen und Klettern sind ihr am liebsten, und mit der Wendigkeit eines Wiesels manövriert sie um ihre Gegner·innen herum. Rauchbomben, Kunai und andere Gadgets machen sie für jede Situation gewappnet.
Nintendo Switch 2
Oni Attack
Nach Star Wars Outlaws liegt die Messlatte schon gewaltig hoch. Man merkt auch in diesem Spiel, wie viel Optimierungsarbeit das Team von Ubisoft in das Spiel steckt. Dank DLSS-Upscaling und VRR wirkt das Spiel auf der Switch 2 technisch beeindruckend, vor allem wenn ihr im Docked-Modus zockt. Die Framerate läuft, leider nicht immer konstant, mit 30 fps. Die Sichtweite ist, im Vergleich zu den anderen Konsolen, reduziert, hier und da gibt es Texturprobleme oder Kantenflimmern. Was natürlich den Spielspaß nicht lindert.
Das Spiel unterstützt die Cross-Save-Funktion über Ubisoft Connect, wodurch ihr eure Fortschritte plattformübergreifend mitnehmen könnt. Spielt beispielsweise zuhause auf der PS5 und unterwegs auf der Switch 2 weiter. Natürlich benötigt ihr dann für beide Konsolen das Game. Die Switch-2-Version enthält sämtliche Inhalte, die auf anderen Plattformen verfügbar sind – die Claws-of-Awaji-Erweiterung kommt später separat.
Fazit
Assassin’s Creed Shadows
»Assassin’s Creed Shadow« liefert euch packende Japan-Action auf höchstem Niveau. Der Titel ist auf der Switch 2 vielleicht nicht perfekt, setzt aber technisch ein Ausrufezeichen. Ubisoft lässt erneut die Muskeln spielen und zeigt, dass auch große AAA-Produktionen auf der neuen Nintendo-Hardware durchaus eine Daseinsberechtigung haben. Euch erwartet eine packende Story im feudalen Japan, spannende Charaktere mit unterschiedlichem Spielstil und ein visuelles Erlebnis.