Assassin’s Creed Shadows (PC; USK 18)
 
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Assassin’s Creed Shadows

Rezension von Max Oheim

Verlagsinfo

Erlebe ein episches Action-Adventure im feudalen Japan! Werde zu einer tödlichen Shinobi-Assassinin und einem mächtigen, legendären Samurai, während du eine wunderschöne offene Welt in einer Zeit des Chaos erkundest.

Story

Assassin’s Creed: Shadows spielt im feudalen Japan der Azuchi-Momoyama-Zeit des 16. Jahrhunderts. Es ist eine Zeit der Kriege und politischen Intrigen. Oda Nobunaga versucht, die Macht zu bündeln, setzt zu diesem Zweck aber auf Militärgewalt. Und in diesem wilden Umfeld treffen wir die beiden Hauptcharaktere Yasuke und Naoe an. Yasuke trifft Oda Nobunaga zunächst als Sklave und Begleiter portugiesischer Missionare. Der Shogun allerdings findet schnell Gefallen an dem kampferprobten und gleichermaßen klugen afrikanischen Kämpfer. Daher nimmt er ihn unter seine Fittiche und lässt Yasuke sogar zum Samurai ausbilden.

 

Naoe steht auf der anderen Seite: Ihr Heimatdorf Iga wird von Nobunagas Armee angegriffen. Unter der Führung ihres Vaters kämpft Naoe für den Widerstand. Wie die beiden Protagonisten später zusammenfinden, verraten wir an dieser Stelle nicht. Beide erhalten allerdings ausführliche Origin-Stories, die euch immer wieder zurück in die Vergangenheit führen.

 

Naoe ist agil, flink, klettert stark und eine leise Assassinin. Der Samurai Yasuke ist die Ein-Mann-Armee: stark, robust, laut und kampferprobt. Beide Charaktere spielen sich unterschiedlich und besitzen jeweils ihre eigenen sechs Skill-Trees. Ihr könnt bei fast allen Missionen selbst bestimmen, mit welchem der beiden ihr spielen wollt. Für Infiltrierung Emissionen ist Naoe natürlich besser geeignet, aber in einer großen Schlacht solltet ihr Yasuke besser verwenden. Wenn ihr neue Waffen findet und das Bedürfnis zur Umskillung besteht, könnt ihr kostenfrei eure Fertigkeitspunkte zurücksetzen, euch neu orientieren und neue Skills ausprobieren. Ein positiver Punkt in dieser komplexen Beziehungsgeschichte zwischen mir und Shadows: Schön, wenn der Partner die eigenen Fehler so leicht verzeiht.

 

Wie zuletzt in Valhalla stehen euch leichte und schwere Angriffe zur Verfügung, dazu kommen vier Slots für Spezialangriffe und vier weitere Slots, mit denen ihr Verbündete zur Hilfe rufen könnt. Die Ausdauer-Leiste ist Geschichte, dafür rückt das Timing fürs Ausweichen sowie für Paraden noch mehr in den Fokus. Rote Attacken durchbrechen einen Blockversuch, weiße hingegen wollt ihr mit einer Parade beantworten. Reagiert ihr relativ kurz vor einem Treffer mit Parade oder Ausweichschritt, leuchten Gegner·innen auf und werden verwundbar für aufgeladene Attacken. Diese Mechanik ist essentiell bei gerüsteten Feind·innen, ohne diese Technik oder Waffen mit Rüstungsbrecher-Perk scheuert ihr euch sonst am gegnerischen Panzer das Katana wund.

 

Komplizierter wird eine optimale Verteidigung einerseits durch blaue Attacken: Damit kündigt sich eine Kette von Hieben an, die alle abgewehrt werden müssen, um Angreifer·innen verwundbar zu machen. Spätere Gegner·innen flechten in diese Kombos aber auch mal rote Angriffe ein und halten euch so auf Trab. Die andere Schwierigkeit ergibt sich bei gegnerischer Überzahl: Noch ehe ihr eure Attacke für verwundbare Gegner·innen aufgeladen habt, haut da schon der nächste Knilch auf euch ein. Dann ist es Zeit für Werkzeuge wie Rauchbomben, Crowd-Control-Waffen und die Ausnutzung der Umgebung.

 

Die Spielkarte besteht dabei aus neun Provinzen, die mit Tempeln, Städten und Sehenswürdigkeiten gespickt sind. Wichtig: Die gesamte Spielwelt ist von Beginn an frei erkundbar. Allerdings variieren die Gegner·innenstufen, sodass ihr etwa als Anfänger·in nicht in den Norden reisen solltet, da euch dortige Wachen mit einem Schlag abfertigen.

 

Im Gegensatz zu früheren Assassin’s Creed-Teilen serviert euch »Assassin’s Creed: Shadows« nicht alle Punkte auf der Karte. Vielmehr müsst ihr sie selbst entdecken. Die weiterhin integrierten Aussichtspunkte dienen in erster Linie als Schnellreisepunkte, schalten aber nicht automatisch alle Wahrzeichen und ihre Bedeutung frei. Oft bleiben viele Fragezeichen oder Punkte übrig, die ihr selbst erkunden müsst. Auch bei der Suche nach Zielpersonen ist ein wenig mehr Gehirn gefragt. Das Spiel gibt lediglich Hinweise auf deren Aufenthaltsort.

 

Über die Kartenfunktion entsendet ihr Späher·innen, die wiederum den Ort auf der Karte aufdecken. Später schaltet ihr entweder durch Wechsel der Jahreszeiten frei, könnt sie aber auch einkaufen oder durch Erledigen von Nebenaufgaben reaktivieren.

 

Das Versteck stellt eine sinnvolle Erweiterung der Siedlung aus Valhalla dar. Dank des neuen Rastersystems und viel Dekoration, die sich looten und ingame kaufen lässt, können wir die Gebäude in unserem Hub-Areal frei platzieren, miteinander verbinden und vor allem den Außenbereich nach eigenen Wünschen gestalten – und ja, wir können dort auch Haustiere herumlaufen lassen. Durch den ständigen Ausbau des Verstecks, in das sich durch Voranschreiten in der Hauptgeschichte mit der Zeit auch neue Verbündete einfinden, entsteht bei unseren Besuchen immer ein wohliges Gefühl von »nach Hause kommen«.

 

Mit »Shadows« führt Ubisoft den sogenannten Animus Hub ein, ein vorgeschaltetes Menü für neuere AC-Spiele. Neben zusätzlichen Hintergrundinfos zur Lore bietet der Hub auch einen neuen Store, in dem wir im Spiel gesammelte Schlüssel gegen Items eintauschen können. Auch eine Art Battle Pass ist inbegriffen. Die kostenlosen Inhalte daraus lassen sich über zusätzliche Missionen im Spiel verdienen. Echtgeld-Inhalte sind kein fester Bestandteil des Hub, es gibt aber eine Weiterleitung zum altbekannten Helix-Shop.

Fazit

»Assassin’s Creed Shadows« entführt uns in ein schönes und vor allem atmosphärisches mittelalterliches Japan. Dazu kommen zwei spielbare Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. »Assassin’s Creed Shadows« ist ein klasse Spiel.

 

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PC-Game:

Assassin’s Creed Shadows

Ubisoft, 20. März 2025

USK: 18

 

Erhältlich bei: Steam


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Erstellt: 23.03.2025, zuletzt aktualisiert: 27.12.2025 10:30, 24368