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Asterix und Obelix

Rezension von Stefan Sasse

 

Spiele, die explizit für ein schnelles Zwei-Spieler-Match ausgelegt sind, sind rar – meistens braucht man fünf bis sieben Spieler und ist acht Stunden beschäftigt, Minimum – so oder ähnlich die Horrorvision jedes Spiele-Fans ohne einen festen Bestand an Mitspielern. Da kommen kleine Zeitvertreibsgames gerade recht.

Ein genau solches ist „Asterix und Obelix“, und mit Sicherheit nicht das erste Spiel, dass sich der beiden beliebtesten Franzosen nach Zinedine Zidane und Villepein (naja) annimmt. Viele Spiele, welche die marktträchtige Lizenz bisher vermurksten machen vorsichtig. Und dann auch noch ein Zwei-Spieler-Spiel! Wer möchte gerne Geld ausgeben für etwas, das so flach wie die durchschnittliche Wurstscheibe ist und bereits bei der zweiten Partie auf die Nerven geht?

Keine Panik, Asterix und Obelix sind gerettet, das gleichnamige Spiel gehört zu den besseren Vertretern seiner Art. Aber worum geht es eigentlich? Der Erfinder muss sich etwas in der Art „back 2 da roots“ gedacht haben, denn schlussendlich werden nur Römer verprügelt, gelegentlich durch Piraten, Wildschweine, Verräter oder Dorffeste aufgelockert. Die Römer greifen dabei das Dorf in der berühmten Schildkrötenformation an, also vier Römerkarten senkrecht und waagrecht gelegt. Asterix und Obelix, symbolisiert durch bedruckte Pappaufsteller, greifen an und versuchen sich durch eine Reihe hindurchzuprügeln. Dazu haben sie fünf Prügelkarten auf der Hand, die Werte von 1 bis 5 anzeigen. Der Clou: auch die Römerkarten zeigen diese Werte, und sie lassen sich nur schlagen, wenn man die entsprechende gleichwertige Karte besitzt. Ein Angriff dauert so lange, bis der Spieler ihn freiwillig abbricht (und die geschlagenen Karten behält) oder er einen Gegner nicht besiegen kann (und keine Karte erhält).

Einige Ausnahmen lockern das Ganze auf, so die Piraten (drei an der Zahl), die sich mit beliebigen Karten schlagen lassen, der Verräter, der zwei gleichartige, aber beliebige Karten braucht oder das Wildschwein, das einen Angriff sofort erfolgreich beendet. Das Dorffest signalisiert das herannahen des Spielendes; sind alle fünf zugehörigen Karten aufgedeckt, so endet das Spiel und die Auswertung kommt.

In der siegt der Spieler, der – überraschend – die meisten Punkte hat, was nicht zwangsläufig der mit den meisten erledigten Gegnern sein muss.

Insgesamt ist Asterix und Obelix eher in fünf als in zwanzig Minuten vorbei, aber der hohe Glücks- und Suchtfaktor lässt eigentlich unter mindestens vier oder fünf Revancherunden nichts laufen. Letzten Endes bleibt das Spiel allerdings ein unterhaltsamer Pausenfüller; höhere Ansprüche wären schlicht erstunken und erlogen.

 

Eure Meinung:


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Asterix & Obelix

Autor Spiele: Rieneck, Michael

Spieldauer: ca. 20 Min

Spielerzahl: Ab 2

Altersempfehlung: 8 bis 99 Jahren

Erscheinungsdatum: 2. Juni 2006

ASIN: B000EGADF2

Erhältlich bei: Amazon

 

 

 

 


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Erstellt: 19.07.2006, zuletzt aktualisiert: 04.04.2018 19:36