In Auf der Spur des Bösen Band 2 geht es ein weiteres Mal um die Abenteuer des frühen Dark Knight. Dieses Mal treibt ein Feuerteufel sein Unwesen in Gotham. Eine Spur führt den Mitternachtsdetektiv zu der einst berüchtigten Red Hood Gang. Stecken deren Mitglieder hinter den Bränden? Oder lauert der Antagonist womöglich ganz in Batmans Nähe?
Dan Watters (Albträume in Gotham) betrachtet nach den zwei Storys im letzten Band ein weiteres Mal die frühen Fälle von Batman. Dieses Mal wirken die beiden Teilgeschichten aber weniger isoliert, bauen geschickter aufeinander auf und bieten ein flüssigeres Storytelling. Zudem bringt Watters mehr psychologische Tiefe ins Spiel, die er am Ende mit einer Spur Phantastik würzt. So erhält der, immer wieder auch verletzlich gezeigte, Dark Knight eine intensive Feuertaufe, die perfekt zum Mythos passt: düster und dramatisch. Wer die aktuellen Batman-Veröffentlichungen verfolgt, könnte allerdings eine Parallele zu einem anderen Fall des Mitternachtsdetektivs entdecken. Hier sind offensichtlich zwei Autoren im kurzen Abstand unabhängig voneinander auf eine ähnliche Idee gekommen.
Hayden Sherman (Absolute Wonder Woman) darf auch im zweiten Band die frühen Abenteuer des Fledermausmanns bebildern. Stilistisch unverkennbar sind die typischen und schön abwechslungsreich gestalteten Panelformen, die für Dynamik sorgen. Gleichzeitig gibt es viele kreative Ideen zu entdecken. So bildet etwa der Kopf eines Antagonisten die Form eines Panels, das wiederum dessen Gedanken über die Vergangenheit zeigt. Gleich zu Beginn schafft es Sherman zudem, durch eine Spiegelung in der Fensterscheibe das brennende Gotham und die Reaktion des darauf starrenden Bruce Wayne gleichzeitig zu präsentieren. Insgesamt sind die Zeichnungen sogar noch etwas besser als in Band 1. Allerdings haben andere Künstler Flammen überzeugender dargestellt. Das ist etwas schade, da Feuer gegen Ende des Bandes zu einer Art Hauptdarsteller avanciert.