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Auf unbekannten Pfaden von Terri Farley

Reihe: Wild Horse Island Bd.3

Rezension von Christine Schlicht

 

Die dreizehnjährige Darby Carter lebt seit einiger Zeit bei ihrem Großvater auf einer Pferderanch auf Hawaii. Sie hat eine junge Mustangstute gerettet und versucht, das Tier für sich zu gewinnen, wobei ihr der Großvater hilft. Doch Hoku ist sehr scheu und lehnt Männer grundsätzlich ab, weil sie misshandelt wurde. Ihr Großvater will daher, dass Darby sich für eine Woche mit Hoku in den Dschungel zurückzieht, um dadurch die Beziehung zu ihrem Pferd zu bestärken.

 

Auf dem Weg zu dem Camp im Dschungel, den sie alleine bestreiten soll, begegnet Darby ihrer Urgroßmutter Tutu, die ihr einige wertvolle Ratschläge mit auf den Weg gibt und ihr Asthma zu heilen scheint. Sie erfährt auch etwas über den Tod eines Paniolo, eines hawaiianischen Cowboys, den Vater ihrer Freundin Megan. Megan gibt Cade, dem Adoptivsohn von Darbys Großvater, die Schuld an dem Unfall und am Verschwinden ihrer Stute Tango.

 

Im Lager angekommen gesellt sich ein fremdes Pferd zu Darby und Hoku: Tango. Nach und nach erfährt Darby von Cade und Megan, die sie besuchen, mehr über die Vorfälle damals und ihr wird klar, dass vieles von Megans Hass auf Cade mit Missverständnissen zu tun hat. Darby würde diese Dinge gern ausräumen, aber sie weiß nicht, wie sie die beiden wieder zusammen bringen kann.

 

Doch dann taucht ein tollwütiges Wildschwein bei Darby auf und stellt das Vertrauen zwischen ihr und Hoku auf eine harte Probe….

 

 

Nichts Neues an der Pferdemädelfront. Ein Mädchen, ihr Pferd, mit dem es sich langsam anfreundet, ein Junge, den sie schätzen lernt, ein Rätsel und ein Abenteuer mit und um Pferde. Alle Bestandteile, die ein Roman für pferdebegeisterte Mädchen enthalten muss, sind vorhanden.

 

Was diese Reihe von den üblichen Pferdeserien unterscheidet, ist das Ambiente, die exotische Umgebung, in der die Geschichte spielt. Eine Dschungelinsel, die zu Hawaii gehört. Dazu noch ein guter Schuss Mythologie und Mystik der Ureinwohner Hawaiis, die dem Ganzen ein Hauch Phantastik hinzufügen. Das hebt diese Geschichte von den anderen, ähnlich gearteten Romanen wohltuend ab und gibt einen zusätzlichen Anreiz.

 

Dazu kommt, dass die Geschichte auch eine deutliche Entwicklung der Hauptdarstellerin darstellt. Die asthmakranke Darby wächst an sich selbst und der schwierigen Aufgabe, aus einem kopfscheuen Wildpferd ein brauchbares Reitpferd zu machen und lernt dabei am Besten sich selbst kennen und beherrschen. Auch wenn man kein eigenes Pferd besitzt, können die Leserinnen (denn es zielt ausschließlich auf die weibliche Leserschaft ab – Jungs, Finger weg) sich ein Beispiel an ihrem Mut nehmen, ohne dass ihnen ein mahnender Zeigefinger das zu deutlich auf die Nase bindet.

 

Als einzigen Kritikpunkt könnte man die zum Teil bemüht wirkenden Versuche nennen, den Jugendlichen in der Geschichte eine „jugendliche“ Sprach in den Mund zu legen, wobei das vielleicht auch durch die Übersetzung bedingt ist. Die inflationäre Verwendung des Wortes „cool“ allein macht keine Jugendsprache aus, wenn ansonsten eher gestelzt gesprochen wird. Ansonsten lässt „Auf unbekannten Pfaden“ für die Verschlinger von Pferdegeschichten keine Wünsche offen

 

Eine spannende und durchaus auch lehrreiche Geschichte in vielerlei Hinsicht, in ansprechendem Umfeld. Davon darf es gern mehr geben.

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Jugendbuch:

Auf unbekannten Pfaden

Reihe: Wild Horse Island Bd.3

Autor: Terri Farley

Gebundene Ausgabe: 192 Seiten

Verlag: cbj (17. August 2009)

Sprache: Deutsch, aus dem Amerikanischen von Johanna Ellsworth

ISBN-10: 3570137163

ISBN-13: 978-3570137161

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 13 Jahre

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.02.2010, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53