Nach dem blutigen Überfall auf Saria und ihre Familie suchen sie, Gereon und beide Familien Unterschlupf im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, dessen Leiter selbst ein Magier ist. Währenddessen nehmen sowohl Gegner wie Unterstützer Aufstellung, wobei vorerst beide Seiten nicht wissen, wo die beiden jungen Magier abgeblieben sind. Unterdessen steuert Graz aufs Chaos zu.
Robert Kienburger lässt den 2. Band seiner Urban-Fantasy-Reihe nahezu lückenlos an das Ende des Auftaktbands Das Erbe anschließen.
Der junge Protagonist Gereon erhält (gemeinsam mit dem Leser) weitere Aufklärung über diverse Hintergründe. Während sich in der Haupthandlung die Seiten der Auseinandersetzung formieren und auch das Thema der Wetterkapriolen weiterverfolgt wird, werden im historischen Handlungsstrang die Hintergründe der Verfeindung zwischen Asen und Olympen erzählt.
Vor diesem Hintergrund überrascht es, dass sich die Parteien im Konflikt um Gerion und Saria nicht exakt an diesen ›Götter‹-Geschlechtern festmachen lassen. Die Handlung gewinnt sogar noch mehr Tiefe als im 1. Band. Für jede Antwort, die der Leser erhält, bilden sich mindestens ebenso viele neue Fragen heraus.
Viele der Charaktere erweisen sich als überraschend schwer in ein klassisches schwarz-weiß-Schema einordenbar. Auf dieser Grundlage darf man gespannt sein, wie sich diese Urban-Fantasy-Ennealogie weiterentwickelt, bei der wir uns mit diesem Band ja gerade erst in der Mitte des 1. Drittels bewegen.
Wie schon bei Band 1 erzählt der Autor seine Geschichte auch hier wieder aus den wechselnden Perspektiven einer ganzen Reihe von Charakteren in verschiedenen Zeitebenen.