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Aufstand der Roboter von Nicolai von Michalewsky

Reihe: Mark Brandis, Bd. 4

Rezension von Christel Scheja

 

„Aufstand der Roboter“ ist der vierte und abschließende Band der „Weltraumpartisanen“-Tetralogie, die ganz am Anfang der „Mark Brandis“-Serie steht und vermutlich auch den Ruhm der Serie geweckt hat, die von Anfang an bewies, dass sich Science Fiction im Jugendbuch nicht nur mit fremden Völkern und Weltraumschlachten beschäftigen muss.

 

Der Kampf gegen Diktator Smith, den ehemaligen General aus Texas, der sich durch einen Putsch zum Herrscher über die Welt aufzuschwingen versucht, geht in die entscheidende Phase. Denn wenn nicht bald etwas geschieht, könnte Smith doch wieder die Oberhand gewinnen und sich Europa und Asien holen, gehen doch Gerüchte um, die von einer ganz besonderen neuen Armee sprechen.

Derweil haben Mark und seine Crew aber ganz andere Probleme. Sie kämpfen ums Überleben, so dass ihnen das Auftauchen der angeblich zerstörte Station Astrostat wie eine göttlicher Fingerzeig erscheint. Dort entdecken sie aber auch, dass die Gerüchte um den Homo Factus – künstliche Menschen, wahr sind.

Dann schreckt sie eine Bande von Raumpiraten auf. Da sich einige auf seine Seite stellen, entschließt sich Mark dazu, die neu gewonnenen Kräfte zu nutzen und einen Konvoi aufzubringen, der auf Weisung Smiths zur Erde unterwegs ist und eine kostbare Fracht mit sich führt. Wie brisant diese ist, wird deutlich, als sich zeigt, dass man als Geisel auch Ruth benutzt.

Doch das ist nicht alles, denn man macht nicht nur einen entsetzlichen Fund, sondern erfährt auch in einem Verhör neues aus der Heimat, die vor allem für ein Crewmitglied zur Tragödie werden. Und das ist nicht alles, was sich daraus entwickeln wird.

 

In „Aufstand der Roboter“ folgt Michalewski einem klassischen Muster des Abenteuerromans. Anfangs sieht es nicht nur für die Helden, sondern für die ganze „gute“ Seite recht übel aus, doch man kann davon ausgehen, dass sich im letzten Moment das Blatt wendet.

Spannend ist der Weg zum Ziel, der doch einige Überraschungen bereithält, vor allem in persönlicher Hinsicht. Mehrfach müssen Mark und Mitglieder seiner Crew sehr schwere persönliche Entscheidungen treffen ob sie ihrem Herzen oder ihrem Verstand folgen wollen. Pflichterfüllung und Rechtsbewusstsein stehen persönlichen Empfindungen gegenüber und dem Wissen, dass davon mehr als nur ein Leben abhängt.

Das macht die Figuren dieses Romans sehr lebendig und menschlich und zeigen, dass ein Held auch Gefühle hat und nicht nur immer das Wohl der ganzen Menschheit im Auge haben kann.

Dazu kommt ein weiteres interessantes Thema – den mit der Entwicklung der heutigen Technik sind Klonsoldaten nicht mehr so die Fiktion wie noch in den 1970er Jahren und man kann sich gut vorstellen, dass manch ein Diktator, manch eine Regierung durchaus in die Richtung denken könnte, die der Bösewicht hier bereits eingeschlagen hat.

 

Alles in allem bietet „Aufstand der Roboter“ einen würdigen Abschluss des ersten Zyklus von „Mark Brandis“, der noch einmal die volle Tragweite des Krieges vor Augen führt, auch wenn Weltraumschlachten und Bodenkämpfe eher Mangelware sind. Denn oft genug sind gerade persönliche Tragödien das, was die Leser am meisten berührt und sie in der Geschichte hält. So verbindet der Autor wieder Anspruch mit Abenteuer ohne den mahnenden Zeigefinger zu heben.

 

 

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Buch:

Aufstand der Roboter

Reihe: Mark Brandis Band 4

Autor: Nicolai von Michalewsky

broschiert, 179 Seiten

Wurdack-Verlag, erschienen August 2009

Titelbild von Alexander Preuss

ISBN-10: 3938065486

ISBN-13: 978-3938065488

Erhältlich bei: Amazon

 

Weitere Infos:


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Erstellt: 30.10.2010, zuletzt aktualisiert: 10.01.2019 15:22