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Bannwald von Julie Heiland

Reihe: Sternenvolk 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Die 1991 geborene Julie Heiland scheint ein Multitalent zu sein, denn neben dem Studium der Journalistik, hat sie auch Ausbildungen im Bereich der Rhetorik und Schauspielkunst gemacht und sogar schon in einigen Fernsehfilmen mitgespielt. Ihre Leidenschaft gehört aber dem Schreiben von Romanen. Bannwald ist ihr Debüt im Jugendbuch und der Auftakt der Sternenvolk-Trilogie.

 

Die Leonen sind ein Volk, das im Einklang mit der Natur und der weißen Magie lebt. Sie heilen und erschaffen, versuchen nur Gutes zu tun, um ihre Magie niemals verkommen zu lassen. Doch ist es ihnen nicht erlaubt, in Frieden zu leben, denn da sind die Tauren, ein anderes der Sternenvölker, dass es irgendwie geschafft hat, die Leonen zu unterjochen.

Robin wächst in dieser Welt der Sklaverei und Ungerechtigkeit auf, ist aber nicht bereit, sich so zu fügen wie alle anderen aus ihrem Volk. Auch wenn sie noch nicht handgreiflich wird, so begehrt sie doch schon im Geist immer mehr auf und verlangt danach, etwas gegen die Übergriffe der Tauren zu unternehmen.

Doch dann begegnet sie Emilian, einem der Unterdrücke, der jedoch ganz anders ist als sein Volk. Zunächst erwartet sie Gewalt und Tod, wird dann aber angenehm überrascht und sucht den Kontakt zu ihm – ein Verhalten, was die beiden jungen Leute schon bald gleichermaßen in Konflikt mit Tauren und Leonen bringt.

 

Bannwald ist eine auf junge Leserinnen ausgerichtete Trilogie, das merkt man sehr deutlich. Die phantastischen Elemente sind mehr Ausstattung und Setting, als dass sie tragende Elemente der Handlung sind. Im Mittelpunkt stehen die Figuren.

Die Autorin nimmt sich Zeit, die beiden Helden und ihre Lebenswelt einzuführen, wichtige Nebencharaktere vorzustellen und natürlich auch die Handlung in Gang zu bringen. Dabei verzichtet sie auf einen all zu komplexen Hintergrund, konzentriert sich nur auf das Wesentliche. Wann und wo die Geschichte spielt, das scheint nicht wichtig – allein die unterschiedliche Kultur der Sternenvölker wird zumindest so weit vorgestellt, dass sie die Geschehnisse vorantreiben und ansonsten eher Ambiente bieten.

Auch die Geschichte erscheint zunächst eher klassisch. Wie Romeo und Julia stehen die beiden Liebenden zwischen den Fronten, haben nicht wirklich eine Wahl sich für eine Seite zu entscheiden und dieser zuzuschlagen.

Denn nach und nach kommen Geheimnisse ans Licht, die nicht nur das Leben der Heldin überschatten, sondern auch die Handlung voran treiben und für die notwendige Spannung sorgen. Aber wirklich überraschen ist nichts – nur angemessen unterhaltsam und flüssig präsentiert, denn die Geschichte hat keine Längen. Und natürlich kommt die Liebe nicht zu kurz, die für die Zielgruppe wohl am Allerwichtigsten scheint. Der Genre-Fan wird eher enttäuscht sein, da die für ihn wichtigen Elemente eher schwammig bleiben.

 

„Bannwald“ ist romantische Fantasy für junge Leserinnen, die vor allem auf eines Wert legt, auf die romantischen und gefühlvollen Verstrickungen ihrer Helden und Heldinnen vor einer exotischen Kulisse, die aber auch vertraute Elemente nicht vermissen lässt. Immerhin kommt durch die Enthüllung eines düsteren Geheimnisses auch Spannung auf und stellt die Weichen für die beiden nächsten Bände der „Sternenvolk“-Trilogie.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Bannwald

Reihe: Sternenvolk Band 1

Autorin: Julie Heiland

Fischer, Mai 2015

gebunden, 352 Seiten

 

ISBN-10: 3841421083

ISBN-13: 978-3841421081

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00OVG024I

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.05.2016, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53