Batman: Full Moon
 
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Batman: Full Moon

Rezension von Ingo Gatzer

 

In „Batman: Full Moon“ ist der Dark Knight gleich in mehrfacher Hinsicht gefordert. Denn es streift nicht nur ein bedrohliches Wesen durch das nächtliche Gotham. Dieses hat auch ausgerechnet bei Wayne Pharmaceuticals mehrere Mitarbeiter getötet. Doch beim Kampf muss der dunkle Ritter eine böse Überraschung erleben. Bald beginnt eine verzweifelte Jagd, die Batman kaum alleine gewinnen kann. Zum Glück steht ihm Zatara zur Seite. Und dann ist da auch noch der ambivalente John Constantine.n

 

Eigentlich wollte Rodney Barnes (MARVEL´S RUNAWAYS) Batman in diesem Band auf einen Vampir treffen lassen. Gut, dass es sich der Autor anders überlegt hat und lieber einen frischeren, bisher weniger beackerten Stoff anbietet. Der US-Amerikaner nutzt die Geschichte, um über Wut und das Monster im Menschen zu erzählen. Das passt perfekt zum Batman-Franchise und verleiht der Geschichte Tiefe, die so mehr als nur eine Monster-Hetzjagd ist. Zudem tun die Figuren Zatara und Constantine der Story gut. Die Magierin darf mehr als ein Love Interest sein und der Kettenraucher bereichert das Geschehen durch seine typische Mistkerl-Perspektive. Barnes macht es sich jedoch ziemlich einfach, wenn es darum geht, wie leicht sich Monster aufspüren lassen, was teilweise schon wie ein Plothole wirkt. Schade, da so auch Batmans Fähigkeiten als Mitternachtsdetektiv kaum eine Rolle spielen und der Reiz der Jagd etwas verloren geht.

 

Verantwortlich für Zeichnungen und Farben ist Stevan Subic, der bereits bei DER RIDDLER: DAS ERSTE JAHR das Gothamverse visuell gestaltet hat. Mit seinem Stil kreiert er eine düstere Optik, die gut mit dem schaurigen Sujet harmoniert. Der Serbe setzt Dunkelheit, Schatten und Nebel gezielt ein, um für eine unheimliche und bedrohliche Stimmung zu sorgen. Vieles wirkt dreckig oder rätselhaft. Nicht ganz so gelungen ist allerdings sein Charakterdesign. Möglicherweise ist es kalkuliert, dass zahlreiche Figuren abstoßende oder monströse Züge besitzen. Doch vor allem die bekannten Charaktere haben andere Künstler schon überzeugender gestaltet. Das gilt nicht nur für Constantine, der hier wenig charismatisch und zu glattrasiert wirkt, sondern etwa auch für Zatara.

Fazit

Rodney Barnes liefert mit „Batman: Full Moon“ eine lesenswerte Schauergeschichte mit einer Portion Tiefgang, zu der Stevan Subic düster-stimmungsvolle Bilder abseits der Hochglanzoptik liefert.

 

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Comic:

Batman: Full Moon

Original: BATMAN: FULL MOON # 1-4

Autor: Rodney Barnes

Zeichner: Stevan Subic

Übersetzung: Jörg Fassbender

Taschenbuch, 156 Seiten

Panini, 2025

 

ISBN-10: 3741645788

ISBN-13: 978-3741645785

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0FW5KQS5B

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition


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Erstellt: 18.11.2025, zuletzt aktualisiert: 18.11.2025 18:11, 25457