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Baustelle von Susanne Gernhäuser

Reihe: Mein erstes Wörterbuch

Rezension von Björn Backes

 

Rezension:

Auf der Baustelle ist eine Menge los… das wissen selbst die Kleinsten. Dennoch verbindet man mit einer Baustelle zumeist nur das übliche Szenario um den privaten Häuserbau, angefangen bei der Errichtung des Fundaments über die Erstellung des Rohbaus bis hin zur Fertigstellung des kleinen Gebäudekomplexes, in dem später dann eine Familie leben soll. Ähnliche Erwartungen durfte man daher auch an die Beschreibung einer Baustelle in Ravensburgers Exemplar der Serie „Mein erstes Wörterbuch“ stellen, zumal hier grundsätzliche Dinge und vor allem Begrifflichkeiten etwas ausführlicher erklärt werden sollten, ohne dabei jedoch den Rahmen zu sprengen. Dies ist schließlich auch geschehen – und dennoch wird hier einiges mehr gezeigt als in den üblichen Baustellen-Büchern für die jüngste Generation!

 

Der Anfang ist dabei ein Start nach Maß für wohl jedes kleine Jungenherz: Auf ganzen vier Seiten werden die Fahrzeuge und die Arbeit der Bagger vorgestellt, bevor dann das Mauerwerk, die Arbeit des Dachdeckers und all der anderen Berufssparten, die direkt an der Errichtung eines Gebäudes beteiligt sind, erklärt werden. Allerdings zeigt Susanne Gernhäuser auch, wo und wie sich Baustellen generell konstituieren können. Renovationsarbeiten, der Brückenbau, nächtliche Bauarbeiten auf der Autobahn – die Palette ist breit, dementsprechend vielseitig der Inhalt des Buches. Aber genau das ist auch ein Knackpunkt, den man aus zweierlei Perspektiven betrachten kann. Ein einheitlicher Erzählstrang wird dadurch nämlich nicht ermöglicht, sondern stattdessen viele kurze, nicht immer ganz abgehandelte Kapitel angerissen. Das ist jedenfalls insofern unbefriedigend, dass das Verständnis mancher Szenen noch einer etwas ausführlicheren Erklärung und Darstellung bedürfte, die das kleine Lexikon aufgrund seiner Anordnung nicht zu leisten vermag. Andererseits, und das sollte man im Auge behalten, ist diese Veröffentlichung immer noch ein Wörterbuch, in dem es darum geht, den Sprachschatz zu erweitern und bestimmte Begriffe am praktischen Beispiel noch einmal transparenter zu machen. Und in dieser Hinsicht leistet dieses kleine Büchlein, man mag fast schon sagen seriengemäß, wirklich gute Arbeit. Viele Details werden ausgearbeitet, Arbeitsabläufe mit Hilfe von Klappfenstern in einer Vorher/Nachher-Betrachtung nachvollziehbar präsentiert und dank der schönen Illustrationen auch noch einigermaßen lebendig aufbereitet. Das kleine Publikum wird somit wieder aktiv in den Vorleseprozess mit einbezogen und kann sich mittels ‚Learning by Doing’ ein kleines Stückchen weiterbilden – ganz so, wie es eigentlich in dieser Serie vorgesehen ist!

 

 

Fazit:

„Mein erstes Wörterbuch – Baustelle“ bietet zwar keine echte Geschichte, dafür aber viele informative Einblicke in die Arbeitsabläufe auf verschiedenen Baustellen. Da auch die Auswahl der neuen Wörter sehr repräsentativ und übersichtlich ist und der interaktive Teil nicht zu kurz kommt, präsentieren sich Bücher wie diese als die definitiv bessere und wertvollere Alternative zu den banalen Geschichten um den populären Baumeister aus dem TV…

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Titel: Baustelle

Reihe: Mein erstes Wörterbuch

Original: -

Autor: Susanne Gernhäuser

Übersetzer: -

Verlag: Ravensburger Buchverlag (Oktober 2008)

Seiten: 24 Gebunden

Titelbild: Ursula Weller

ISBN-13: 978-3473314775

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 04.12.2008, zuletzt aktualisiert: 10.01.2015 01:33