Vals Mutter ist ein Mensch, doch ihr Vater war teilweise Inkubus. Durch sein Erbe ist auch sie selbst teilweise Sukkubus. Trotzdem wuchs sie wohlbehütet auf. Sowohl ihr Stiefvater als auch ihre rein menschliche Halbschwester Jennifer behandeln sie normal. Als sie Val jedoch heimlich bei einer Vampirjagd begleitet, gelangen ihre Eltern zu dem Schluss, dass Val eine Gefahr für ihre Schwester ist. … und werfen sie ausgerechnet an ihrem 18. Geburtstag aus dem Haus.
Parker Blue siedelt ihre mit diesem Buch an den Start gehende Urban-Fantasy-Reihe im texanischen San Antonio an, einen für dieses Genre eher a-typischen Handlungsort. Als Protagonistin tritt die zum Handlungsbeginn gerade 18 Jahre alt gewordene Val auf, die über ihren Vater selbst einen dämonischen Anteil aufweist. Gegen diesen Anteil, den sie selbst als Lola bezeichnet und als in ihr wohnendes selbstständiges Wesen betrachtet, versucht sie sich schon seit Beginn ihrer Pubertät zu wehren. Ihr bevorzugter Stress-Abbau besteht darin, Vampire zu jagen.
Das zeigt bereits, wohin die Handlung dieser Geschichte geht. In diesem 1. Band lernt der Leser zunächst die Umgebung der Protagonistin kennen, die Grundzüge, die wahrscheinlich auch die kommenden Bände prägen dürften, werden abgesteckt. Am Ende ist die Protagonistin Mitglied einer Spezialeinheit der Polizei, die gegen dämonische Täter vorgeht, und lernt auch gemäßigte Vampire kennen. Mit ihrem (Arbeits-)Partner kommt auch ein Element ins Spiel, dass auf einen sich entwickelnden Romantasy-Part hindeutet. Das Konzept verspricht eindeutig Potenzial.
Die US-amerikanische Autorin benutzt ihre Protagonistin als Ich-Erzählerin. Die deutsche Übersetzung wurde von ihr (wie ausdrücklich erwähnt wird) durch die KI Claude erzeugt. Das Ergebnis fällt überraschend überzeugend aus. An keiner Stelle hätte ich ohne die Information im Impressum eine KI-Übersetzung vermutet. Diese Tatsache stellt also definitiv keinen Grund dar, dieses Buch nicht auf Deutsch zu lesen.