Bergeweise Trümmer (Autor: Eric Powell; The Goon Bd. 4)
 
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Bergeweise Trümmer von Eric Powell

Reihe: The Goon Bd. 4

Rezension von Björn Backes

 

Inhalt:

Ein neuer Coup des Zombiepriesters hält den Goon und dessen Sidekick Franky wieder in Schach; der Herrscher über die Lonely Street hat den Bussard verschleppt und somit einen einst engen Vertrauten des Goon auf der Jagd nach Zombies und Untoten in seine Fänge genommen. Mit einem Heer von sieben Kreaturen marschiert der Goon gegen den hinterhältigen Priester und befreit den Bussard schließlich mit Hilfe des eigenwilligen Wissenschaftlers Hieronymus Alloy.

Doch der Trubel in der Stadt reißt nicht ab; eine Riesenechse, deren abschreckender mexikanischer Dialekt den Goon herausfordert, verwandelt die nähere Umgebung in einen Trümmerhaufen. Der Goon hält dagegen und lässt sich mit Alloys Unterstützung in einen Monstergorilla verwandeln, der es mit der Echse aufnehmen kann. Und während sich die Stadt noch von den Attacken erholt, sind Franky und sein großer Freund stets unter Beschuss. Gemeinsam mit dem Hellboy treten sie erneut gegen den Zombiepriester an, bevor der Goon schließlich das Vampiraufkommen auf den städtischen Friedhöfen gewaltsam einzudämmen gedenkt…

 

 

Rezension:

In der vierten Ausgabe der „The Goon“-Comics geht es mitunter gemäßigter und insgesamt auch übersichtlicher zur Sache. Die Geschichten verlaufen nunmehr gänzlich unabhängig voneinander, sind gerade zu Beginn noch eine Spur straighter aufgebaut als in den bisherigen Ausgaben und kommen auch inhaltlich auf ganz andere Wege. Erlebte man den Titelhelden bis dato häufig als ziemlich coolen Prügelknaben, dessen lockere Fäuste einen großen Teil der Action bestimmten, sind seine Aktivitäten als Schlägerstar heuer nicht so sehr gefragt. Zwar ist die erste Episode, die den wiederholten Kampf gegen den Zombiepriester zur Schau stellt, ein klassisches Kapitel in der Goon-Historie, jedoch verteilt sich die gesamte Action auf mehrere Köpfe und macht den Mann mit der Mütze nicht mehr zum Alleinherrscher auf dem Schlachtfeld – und das bekommt den einzelnen Episoden wirklich gut.

Auf der anderen Seite verbrät Eric Powell in Band 4 ungleich viele Klischees und zitiert sowohl sein bisheriges Vermächtnis als Hauptautor der Storys, sondern auch Trash-Klassiker wie Godzilla und King Kong, die hier in einem metaphorischen Kampf um die Vorherrschaft kämpfen. Hinzu kommt die Position des verrückten Wissenschaftlers Hieronymus Alloy, der in den ersten beiden Kapiteln eine Sonderstellung einnimmt und sich als tragender Charakter prima in die Erzählung(en) einfügt. Derartige Figuren sind gerade in der letzten Ausgabe zu kurz gekommen, können die Handlung aber immer wieder bereichern und besonders dem ewig währenden Kampf gegen den Zombie-Priester immer wieder neue Nuancen hinzufügen. Und nicht nur dank der Präsenz des Hellboys, der auch Semi-Legende Mike Mignola als Gaststar auf den Plan bringt, ist in Band 4 wieder einiges mehr geboten, was der inhaltlichen Seite ein gesteigertes Maß an Abwechslung beschert – und das ist natürlich höchst willkommen!

Bleiben noch die kritischen Untertöne, die Powell immer deutlicher in die Geschichten integriert, und die „The Goon“ trotz der vielen humorigen Anklänge zu einer immer ernsteren Sache werden lassen. Natürlich überwiegt hier die Symbolsprache, doch versteckt äußern sich durchaus diverse melancholische Einschübe und Gedanken, die man heute auch nicht mehr übersehen kann, und deren Erscheinen die Entwicklung der gesamten Serie am nachhaltigsten dokumentiert. Positiv, wohlgemerkt…

 

 

Fazit:

Mit der vierten Episode von „The Goon“ liefert Eric Powell gewohnt hochwertige Kost, die durch die Gastarbeiten eines Mike Mignola sogar noch an Format gewinnt. Für Fans ist die neue Ausgabe daher wieder mal unentbehrlich!

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20230607214432f6626d60
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MEDIUM:

Bergeweise Trümmer

Reihe: The Goon Bd. 4

Autor: Eric Powell

Gebundene Ausgabe: 144 Seiten

Verlag: Cross Cult (Oktober 2009)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3941248235

ISBN-13: 978-3941248236

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 16 - 17 Jahre

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 14.01.2010, zuletzt aktualisiert: 20.02.2023 19:18