Berserk: Der Flammende Drache

Rezension von Christel Scheja

 

Schon über fünfzehn Jahre läuft Berserk, die Fantasy-Serie von Kentaro Miura und es ist erstaunlich, dass noch keine Autoren die Saga als Tummelplatz für sich entdeckt haben. Oder aber die Bücher sind hier nie erschienen, so dass „Der flammende Drache“ nun der erste seiner Art ist. Er beschreibt die Vorgeschichte von Grunbert, einem der „Neuen Falken“ der an der Seite von Griffith kämpft.


Der rothaarige Hühne in der Drachenrüstung stammt eigentlich aus einem ganz anderem Land, einem Reich, dass es immer schwer hatte, sich zu behaupten und eine Zeitlang sogar die teilweise Besatzung durch das Nachbarreich Tudor ertragen musste. Grunbert erlebte die Ermordung seiner Mutter mit und wurde dann zusammen mit anderen jungen Leuten in einer Grenzfeste zur Umerziehung eingesperrt. Über vier Jahre erduldete er Misshandlungen und Erniedrigungen, bis die Befreiung kam.

In dieser Zeit freundete er sich nicht nur mit dem Königssohn und einer kampfeslustigen jungen Adligen an, er wurde auch stark und mutig und verlor niemals die Hoffnung.

So wurde er zusammen mit seinen Freunden einer der wichtigen jungen Krieger des befreiten Landes und fand in einem General einen Ersatzvater … bis zu dem Tag an dem ihn sein Schicksal und die Worte eines jungen blinden Mädchens einholen sollten, das in seinem Herzen ein Drachen schlummere …


Wie viele Schicksal in „Berserk“ so ist auch das von Grunbert eher tragisch und kündet von dem Verrat derjenigen, die sich lange auf den Helden verlassen haben, so dass er am Ende nur noch eine Wahl hatte. In dieser Hinsicht gleicht der Weg von Grunbert tatsächlich dem von Griffith, der auch als armer Schlucker anfing, großen Ruhm erlangte und am ende sehr tief gefallen ist.

Es ist aber im Prinzip nicht einmal nötig, die Serie in allen Einzelheiten zu kennen, da der Roman auch ohne Vorwissen lesbar ist. Er bietet zwar keine großen Überraschungen, was die Figuren und die Handlung angeht, denn in erster Linie werden hier Klischees bedient, aber die Welt ist gut vorstellbar und nicht zuletzt spart sich der Autor einiges an Beschreibungen.

Die Geschichte geht zwar nicht sonderlich in die Tiefe, bietet aber mit Grunbert einen sympathischen Protagonisten dessen flott geschriebenes Abenteuer und Leben gut zu lesen ist.

Fans werden die ein oder andere Anspielung auf die Comic-Serie finden können, aber das fällt glücklicherweise nicht all zu sehr ins Gewicht.


Alles in allem ist „Berserk: Der Flammende Drache“ eine der besser lesbaren Light Novels und bietet alles, was die Mutterserie auch ausmacht, in erster Linie seichte aber gut lesbare Unterhaltung, ideal für Reise oder Strand.


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Eure Meinung:

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Comic:

Berserk: Der Flammende Drache

Original: Shosetsu Berserk Enryu no Kishi, Japan 2017

Panini Comics, 05/2018

Autor: Makoto Fukami

Zeichnungen: Kentaro Miura

Übersetzung: John Schmitt-Weigand

Taschenbuch, 352 Seiten

 

ISBN-10: 3833236175

ISBN-13: 978-3833236174

 

Erhältlich bei: Amazon


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zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39 | Users Online
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