Rebecca Archer, genannt Bex, lebt mit ihrer Mutter in bescheidenen Verhältnissen. Nur der Ausbildung ihres Bruders an einer militärischen Akademie verdanken sie es, dass sie einen gewissen Status und Mittel haben, die über die der sonstigen armen Bevölkerung hinausgehen. Doch dann erfahren sie, dass der Bruder gestorben ist. Details sind geheim. Um Geld zu beschaffen, lässt sich Bex auf riskante und illegale Aufträge ein.
Die von Doreen Hallmann entworfene Welt des Jahres 2139 hat eindeutig dystopischen Charakter. Die Regierung versammelt an einer zwielichtigen Akademie Leute, die über eine besondere Genmutation verfügen. Sie ermöglicht ihren Trägern das Benutzen von Portalen, deren genaue Natur und Möglichkeiten vorerst allerdings im Dunklen bleiben.
Die Protagonistin, die genau wie ihr Bruder über diese Mutation verfügt, will nach seinem Tod seine Stelle an der Akademie übernehmen, wird jedoch vorerst abgewiesen. Ihre Bemühungen, auf anderem Weg benötigte Mittel zu beschaffen, nutzt die Autorin, dem Leser die wenig lebenswerte Welt vorzustellen.
Dabei stellt dieser (relativ kurze) 0. Band die Vorgeschichte zur eigentlichen Reihe dar, die dann wahrscheinlich das Leben der Protagonistin an der Akademie behandelt. Obwohl die Reihe Das 6. Portal als Urban Fantasy vermarktet wird, spricht in meinen Augen nach dieser Vorgeschichte viel dafür, dass es auch Science-Fiction-Elemente sein dürften, die eine große Rolle spielen werden.
Die Autorin folgt erzählerisch durchgehend ihrer Protagonistin.