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Bizenghast (Bd. 1)

Rezension von Nadine Dilger

 

Dinahs Eltern sind bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben gekommen. Seitdem lebt sie bei ihrer Tante in der Stadt Bizenghast. Doch irgendetwas ist mit Dinah nicht in Ordnung, denn sie behauptet auf einmal, Geister und Tote sehen zu können, die außer ihr sonst niemand sieht. Nur ihr Freund Vincent ist in der Lage, diese Geister zu vertreiben, wenn er bei ihr ist. Dinahs Tante und ihr Arzt sind ratlos und glauben, Dinah würde sich das bloß einbilden.

Als Dinah und Vincent einen Spaziergang im Wald von Bizenghast machen, stoßen sie auf einen unbekannten Friedhof, der mitten im Wald steht. Trotz Dinahs Angst schauen sich die beiden den aus dem nichts aufgetauchten Friedhof an und entdecken eine Gedenktafel, auf der ein Vertrag geschrieben steht. Der Vertrag besagt, dass all die unglücklichen und vergessenen Seelen, die auf diesem Friedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, von ihrem Unglück befreit werden und das Rätsel um ihren mysteriösen Tod enträtselt haben möchten. Soweit so gut, aber unter dem Vertrag steht Dinahs Namen, was sie dazu verpflichtet, den Vertrag zu erfüllen!

Eine seltsame Kreatur namens Bali-Lali erscheint und erklärt ihr, was sie zu tun hat. Sie muss alle Rätsel lösen, alle Schlüssel finden und damit die friedlosen Seelen von ihrem Leid befreien. Jede Nacht muss sie wiederkommen und eine der Seelen befreien. Wenn sie das nicht tut, wird sie sterben!

So kommen sie und ihr Freund Vincent jede Nacht zurück zu dem Friedhof und versuchen nach und nach, die Seelen zu befreien. Dies stellt sich allerdings als gar nicht so einfach heraus und jede weitere Befreiung scheint gefährlicher und schwieriger zu werden…

 

 

Die Zeichnungen bei diesem Manhwa gefallen mir besonders gut. Die Augen werden hier auf eine andere Art gezeichnet wie die, die man aus anderen Mangas oder Manhwas kennt. Mir gefällt das sehr gut und es passt perfekt zu dem viktorianischen Stil, den Alice LeGrow beim Zeichnen ihres Manhwas eingeschlagen hat. Die Zeichnungen wurden mit viel Liebe zum Detail gezeichnet, was man besonders an den verschiedenen schönen Kleidern sieht, die Dinah trägt. Jedes Rüschchen und Muster wurde dabei beachtet. Dinah trägt jeden Tag ein anderes Kleid, eins schöner als das andere. Auch die Hintergründe sind immer sehr passend und fantasievoll dargestellt. Jedes Mal, wenn Dinah eine Seele retten muss, geraten sie und Vincent durch eine Falltür in eine unterirdische Welt, wo sie das Rätsel entschlüsseln müssen. Meist steht dort ein großes Gebäude, das in der Mitte geteilt ist. Das sieht einfach nur toll aus und unterstreicht die mystische Atmosphäre des Manhwas perfekt.

Am Anfang jedes Kapitels ist noch mal eine Extrazeichnung mit der Überschrift. Diese Zeichnungen werden auf eine andere Weise gezeichnet, wie die restlichen. Diese weißen noch mehr Liebe zum Detail auf und sind realer gezeichnet, als die restlichen. Auch diese sehen sehr schön aus.

 

Etwas, was vielleicht weniger detailgetreu ist aber so etwas wie ein Highlight darstellt, ist die Katze (!?) Edaniel. Sie sieht aus wie ein dahin gekritzeltes Etwas, was so gar nicht in den restlichen Manhwa reinpassen will. Edaniel ist mir groben Strichen gezeichnet und grinst ständig, was dermaßen blöd aussieht, dass man einfach schmunzeln muss. Dazu lässt er dann solche Sprüche ab wie „Dämliche Braut“, „Diese Tussi ist voll daneben.“ und so weiter. Das passt einfach gar nicht zu dem ganzen Rest, aber gerade das ist es, was Edaniel so besonders macht. Er sieht einfach nur lustig aus und das ist er auch. Schon rein aus diesem Grund lohnt es sich meiner Ansicht nach, diesen Manhwa zu lesen.

 

Etwas, was an Bizenghast ebenfalls gut ist, ist, dass man der Handlung hier viel besser folgen kann, als in den meisten anderen Mangas der Manhwas. Ich habe manchmal oft das Problem, dass ich bei Mangas manche Handlungen erst nicht ganz mitbekomme, aber dieses Problem hatte ich bei Bizenghast überhaupt nicht. Die Handlung und die Zeichnungen passen gut überein und man hat nie das Gefühl, dass man irgendetwas Wichtiges nicht versteht oder verpasst hat. Ich habe der Handlung sehr gut folgen können und musste mich nicht allzu sehr konzentrieren, damit ich nicht irgendetwas übersehe oder nicht verstehe.

 

 

Fazit

 

Mir hat dieser Manhwa von vorn bis hinten richtig gut gefallen. Die Zeichnungen sind mal was anderes, aber sehr schön, die Geschichte finde ich interessant und man kann der Handlung gut folgen. Wer also gerne Manhwas oder Mangas liest und den viktorianischen Stil mag, ist damit bestens bedient.

 

Eure Meinung:


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Comic:

© M. Alice LeGrow

Bizenghast (Bd. 1)

Story & Zeichnungen:

Alice LeGrow

Format: Softcover, broschiert

Sprache: Deutsch

Seitenzahl: ca. 192 Seiten

Altersangabe: ab 13

Verlag: Tokyopop

Erschienen: November 2007

ISBN-Code (13):

978-3-86719-151-7

ISBN-Code (10):

3-86719-151-4

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weitere Infos:


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Erstellt: 25.11.2007, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40