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Star Wars: Kopfgeldjäger II – Im Fadenkreuz

Rezension von Christel Scheja

Die Comic-Reihe von „Blade Runner“ arbeitet auch weiterhin daran, die Lücke zwischen den beiden Filmen zu schließen, die in den Jahren Jahren 2019 und 2049 spielen. Noch immer steht Aana Ashina auch „Ash“ genannt, eine der erfahrensten und fähigsten Blade Runner im Mittelpunkt.

Sie hätte sich nicht träumen lassen, dass ihr Auftrag, Cleo, die Tochter eines Industriellen zu finden und zurück zu bringen, viele Jahre brauchen würde und auch anders verlief als sie erwartet hätte. Tatsächlich ist sie einen anderen Weg gegangen und hat das Mädchen im All und unter Freunden zurückgelassen.
Da sie sich gegen ihren Auftrag gestellt hat, ist der Ärger nicht fern und sie wird so mit bösen Wahrheiten konfrontiert, die sie erst einmal verarbeiten muss, und die sie letztendlich auch das Leben kosten könnten.

Wie man sich denken kann, kehrt Ash, fast ein Jahrzehnt nach ihrem Fortgang, auf die Erde zurück und stellt fest, dass sich nicht viel geändert hat, denn immer noch verstecken sich Replikanten auf der Erde und versuchen weiter zu leben, während die Reichen und Mächtigen eine neue Generation von künstlichen Sklaven erschaffen haben, die sie unter der Hand handeln und die ihres freien Willens beraubt wurden.
Doch nun sind die Karten etwas anders gemischt und sie weiß, wem sie vertrauen kann und wen sie eher fürchten sollte. Das macht wohl auch den Reiz dieser dystopischen Saga aus, die auf sanfte Weise von der dunklen Realität des Jahres 2019 zu der ähnlich düsteren von 2049 überleitet und dadurch erzählt, wie es dazu kam, dass sich eigentlich nicht viel verändert.
Aber die Geschichte von Ash scheint sich langsam ihrem Ende zuzuneigen, denn immerhin hat sie ebenfalls eine Wandlung durchgemacht und sieht die Replikanten nicht länger als fehlgeleitete Maschinen an, erkennt viel mehr, dass sie eigentlich besser als viele Menschen sind, weil sie mehr Güte und Hilfsbereitschaft zeigen als diese – selbst ihr gegenüber.
Aber zuvor wird noch der Handlungsstrang sauber abgeschlossen, denn die Heldin darf zusammen mit anderen noch ihren Auftrag so zu Ende bringen, wie es derjenige, der ihn einst gab, wohl nicht erwartet. Der Handlungsstrang ist sauber abgeschlossen, weitere Abenteuer sind möglich – ob auch weiterhin mit Ash in der Hauptrolle bleibt natürlich abzuwarten. Aber die Weichen sind durch die entsprechenden Andeutungen zumindest für den Hintergrund gestellt. Man darf also gespannt sein.

„Blade Runner 2019: Wieder zu Hause“ schließt den Kreis und bringt Ashina auf die Erde zurück. Die Replikantenjägerin muss sich nun den Problemen stellen, die sie sich durch ihren Alleingang geschaffen hat und bereitet alles für einen weiteren Zyklus vor, der dann im Jahr 2029 beginnen wird.

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Eure Meinung:

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Comic:

Blade Runner 2019: Wieder zu Hause
Original: Blade Runner 2019 # 9-12
Autor: Michael Green, Mike Johnson
Zeichner & Tusche: Andres Guinaldo
Farbe: Marco Lesko 
Übersetzung: Bernd Kronsbein
Panini Verlag, Stuttgart, 09/2021
Comic, Fantasy, 128/1700
Vollfarbiges Softcover auf Kunstdruckpapier

ISBN-10: 3741625345
ISBN-13: 978-3741625343

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 14.10.2021, zuletzt aktualisiert: 14.10.2021 16:48