Blitz (Autor: Alexey Pehov, Die Chroniken von Hara, Bd. 2)
 
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Blitz von Alexey Pehov

Reihe: Die Chroniken von Hara, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Bereits mit den „Chroniken von Siala“ schrieb sich der junge russische Autor in die Herzen der deutschen Leser. Nun legt er mit den „Chroniken von Hara“ einen weiteren spannenden Zyklus nach, der durchaus mit Romanen aus dem westlichen Ausland mithalten kann. Nach „Wind“ ist nun auch der zweite Band „Blitz“ erschienen.

 

Bisher zog Lahen mit dem Meuchelmörder Ness durch die Lande, nun aber steht sie zwischen den Fronten. Die „Verdammten“ sind bereits auf sie zugekommen, mächtige Adepten dunkler Magie, die für einen neuen Krieg rüsten.

Die beiden sind ihnen zwar ihnen entkommen, finden aber keinen Frieden. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als sich den „Schreitenden“ zu stellen, den Magiern der guten Seite. Allerdings begegnet man ihnen nicht gerade freundlich – haben der Meuchelmörder und seine Begleiterin vor zehn Jahren eine Magierin dieses Kreises umgebracht.

Doch die Mutter der „Schreitenden“ ist bereit, Gnade zu gewähren, wenn die beiden zusammen mit ihren neuen Freund Shen in das Regenbogental ziehen und Lahen ihre Macht von nun an nur noch zum Wohl der Schwachen und Hilflosen einsetzen wird, nicht aber mehr für dunkle Zwecke.

Sie haben keine andere Wahl als zuzustimmen. Doch schon der Aufbruch wird von einem Heer der „Verdammten“ erschwert, das vor der Stadt aufzieht und Dämonen in die Stadt eindringen, die nur von dem Beschwörer Giss aufgehalten werden können.

Die Verdammte Thia, die noch eine Rechnung mit Lahen und Shen offen hat, setzt sich ebenfalls auf die Fährte der Helden und macht so ihre Reise zu einem gefährlichen Abenteuer, das mehr als einmal Loyalitäten auf die Probe stellt.

 

Wie schon im ersten Band, so werden auch diesmal die Ereignisse auf mehreren Ebenen erzählt, sei es nun aus der von Lahen und Ness, Thia und anderen Figuren, die man bereits kennen gelernt hat. So entsteht ein rundes, abwechslungsreiches Bild, das die Geschehnisse noch plastischer macht.

Allerdings ist man gezwungen aufmerksam zu lesen, da der Autor die Perspektiven in einem Kapitel gerne schon einmal mehr als einmal wechselt und dies leider nicht immer deutlich macht. Teilweise kommt es so auch in diesem Roman zu Irritationen und zwingt zum Zurückblättern, was dem Lesefluss nicht gerade zugute kommt.

Ansonsten ist die Geschichte aber interessant aufgebaut. Trotz der ganzen Action setzt Pehov gerne auf Charakterentwicklung und begründet das Verhalten seiner Figuren. So mag die Spannung durch vordergründiges Geschehen eher moderat bleiben, hinter den Kulissen geschieht um so mehr. Dadurch kann sich der Leser nun aber auch besser mit den Figuren identifizieren und mit ihnen fiebern.

Viele kleine Szenen sorgen für Atmosphäre und vermitteln weitere Hintergründe, so dass sich nun auch die Welt und ihr Konflikt weiterentwickeln, was auch der Handlung gut tut, die in einem angenehmen Fluss bleibt. Alles in allem konnte sich der Roman gegenüber seinem Vorgänger steigern, gerade weil die Geschichte nun schon viel früher in Gang kommt und neugierig auf die Entwicklungen macht.

 

„Blitz“ steigert sich gegenüber „Wind“ was die Spannung angeht, auch wenn der ständige Perspektivwechsel weiterhin verwirrend bleibt. Aber das dürfte wohl vor allem die Liebhaber von High-Fantasy-Geschichten mit komplexen Hintergründen und vielen sehr unterschiedlichen Figuren eher begeistern als abschrecken.

 

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Buch

Blitz

Reihe: Die Chroniken von Hara, Bd. 2

Autor: Alexey Pehov

Klappbroschur, 423 Seiten

Piper, erschienen März 2012

Übersetzung aus dem Russischen von Christiane Pöhlmann

Titelbild von Viktor Fetch, Karte von Erhard Ringer

ISBN-10: 3492702740

ISBN-13: 978-3492702744

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN: B008LTRM9O

Erhältlich bei: Amazon

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240620192712a26d57f4
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Erstellt: 05.07.2013, zuletzt aktualisiert: 03.06.2024 18:37, 13158