Die Hexe Briar betreibt gemeinsam mit ihrer Großmutter einen Kräuterladen in Edinburgh, der auf Pflanzen zur magischen Anwendung konzentriert ist. Sie selbst hat sich auf Heilanwendungen spezialisiert. Eines Tages wird sie auf dem Heimweg abgefangen, betäubt und auf eine abgelegene schottische Insel entführt, wo sie einem verletzten Drachen helfen soll. Die Verletzung stellt sich als Fluchfolge heraus, aber Briar kann den Drachen retten, der plötzlich in menschlicher Gestalt vor ihr steht. Briar nimmt die Einladung an, als Heilerin des Clans auf der Insel zu leben.
Bei Cosima Langs Hexen-Abenteuer handelt es sich streng genommen weniger um eine Urban Fantasy als um eine Parallelwelt-Fantasy. Die Existenz von Magie ist in dieser Welt nämlich allgemein bekannt, über Edinburgh fliegende Drachen sind zwar selten, aber auch keine Sensation.
Die Geschichte um die Protagonistin Briar weist aber auch deutliche Romantasy-Schwingungen auf. Dass sich zwischen ihr und dem von ihr geretteten Drachen etwas ergibt, dürfte keinen Fan des Genres überraschen – selbst wenn es nicht schon im Klappentext angedeutet werden würde.
Abgesehen von den romantischen Vibes bietet die Story jedoch auch eine tragfähige Fantasy-Handlung, die für sich überzeugen kann. Besonders die Kombination des schottischen Clan-Systems (mit seinen klassischen Rivalitäten) mit der Drachen-Thematik kann überraschen. Anders als viele Werke des Genres, die als Mehrteiler angelegt sich oder zumindest eine Tür für eine eventuelle Fortsetzung offen lassen, hat Blossoms of Fire einen runden Abschluss aufzuweisen.
Die Autorin überlässt es ihrer Protagonistin, die Geschichte selbst zu erzählen.