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Blutige Liebe

Rezension von Christel Scheja

 

Welches junge Mädchen träumt nicht davon, etwas besonderes zu ein und vielleicht dadurch auch noch den Jungen zu gewinnen, in den sie sich verkuckt hat. Mitsuki ergeht es in „Blutige Liebe“ genau so, wenn auch anders als sie erwartet hat.

 

Mitsuki ist eine ganz normale sechzehnjährige Schülerin, die in der Schule ganz gut zurecht kommt, Freunde hat und dazu noch unbeschwert für Ren, einen Jungen aus der Nachbarschaft schwärmen kann. Allerdings fühlt sie sich seit einiger Zeit schwach erschöpft und krank, kann in der Nacht gar nicht mehr richtig schlafen.

Erst als sie sich den Visionen öffnet, begreift sie, dass nun ihr wahres Ich in sich erwacht ist. Sie ist nicht nur ein Vampir, sondern auch noch die Erbin der „Rose Queen“, der Herrscherin über alle Blutsauger.

Verwirrt über diese Erkenntnis, vertraut sie sich ausgerechnet Ren an und sucht in ihm einen Verbündeten. Allerdings geschieht dann etwas, mit dem sie nicht gerechnet hat, seine Freundlichkeit ist wie weggeblasen und er richtet eine Pistole auf sie – mit der Andeutung, dass er nur auf diesen Zeitpunkt gewartet habe. Denn er ist trotz seiner Jugend schon ein Vampirjäger ...

 

Wie man sich durch die Einordnung der Geschichte in die Romantik-Ecke aber schon denken kann, ist „Blutige Liebe“ alles andere als grausam. Der Manga kommt recht schnell zu diesem Ergebnis und sogst dafür, das die beiden jungen Helden schnell ihre Liebe zueinander entdecken und diese über ihre Pflichten stellen.

So ist ein Großteil der Geschichte der Flucht vor anderen Jägern und Vampiren gewidmet, die natürlich nicht zulassen können, dass diese unheilige und unmögliche Verbindung weiterbestehen darf.

Die Geschichte wird in einem lockeren eher flotten Ton erzählt, die Zeichnungen stellen großäugige Figuren da, die an Niedlichkeit nicht zu überbieten sind. Tatsächlich sind Hintergrund und Abenteuer nur Staffage für die romantischen Entwicklungen, die sich aus allem ergeben. Die Künstlerin bewegt sich bewusst auf ausgetretenen Pfaden und bietet keinerlei Überraschungen.

Letztendlich dürften sich von dem Titel deshalb nur junge romantisch veranlagte Teenager angesprochen fühlen, die nicht mehr als eine Geschichte um die süße erste Liebe erwarten.

 

„Blutige Liebe“ reiht sich damit in die Masse der vielen durchschnittlichen Mangas ein, in denen es auch um nichts anderes geht und die schnell wieder in Vergessenheit geraten, weil die Geschehnisse voll und ganz dem Klischee entsprechen.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Blutige Liebe (Einzelband)

Autor und Künstler: Kayoru

Barato Judan, Japan, 2012

Aus dem Japanischen von Elke Benesch

Taschenbuch, 192 Seiten

Tokyopop, Hamburg, erschienen Januar 2014

ISBN-10: 3842009283

ISBN-13: 978-3842009288

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 03.02.2014, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40