Als die Bedrohung durch den Namenlosen Gott immer größer wird, beschließt eine Gruppe aus Menschen und Mischwesen, aktiv zu werden, um Mittel zur Gegenwehr zusammenzutragen. Da Spuren in verschiedene Richtungen führen, müssen sie sich aufteilen. Keine der Teilaufgaben erweist sich als einfach, und so ändert sich die Zusammenstellung der Teilgruppen immer wieder.
Lena Falkenhagen und Thomas Finn siedeln ihren Fantasy-Mehrteiler in einer klassischen Fantasy-Welt an.
Daran, dass mir der Einstieg in die Geschichte relativ schwerfiel, kann ich dem Buch und seinen Autoren allerdings keine Schuld geben. Der Grund liegt eher darin, dass ich weder den 1. Band der Reihe noch das dieser zugrunde liegende Pen-and-Paper-Rollenspiel Das Schwarze Auge kenne. So kannte ich auch die Charaktere und deren Hintergründe nicht. Im weiteren Verlauf des Buches stellte das allerdings kein größeres Problem dar, denn die Handlung entfaltet ihren Reiz auch ohne Vorkenntnisse.
Obwohl es um die Suche nach mehreren ›Schätzen‹ geht, kann man nicht von einer klassischen Quest sprechen. Eine größere Anzahl an Charakteren teilt den Protagonisten-Status unter sich auf, ohne dass einer davon besonders heraussticht. Das Hauptaugenmerk besteht dabei darin, dass die Beteiligten ihre Welt vor den Anhängern eines etwas mysteriös bleibenden ›Namenlosen Gottes‹ beschützen wollen. Sowohl die Teilabenteuer als auch die wichtigen Charaktere können dem Genre-affinen Leser gefallen. Für Kenner des Rollenspiels dürfte die Story wahrscheinlich sogar noch überzeugender wirken.
Das Autoren-Duo wechselt erzählerisch zwischen den Teilhandlungen beziehungsweise Charakteren hin und her.