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Brennende Tempel von Dirk van den Boom

Reihe: Kaiserkrieger Band 10

 

Rezension von Christel Scheja

 

Rezension:

Japaner und Römer sind nun endlich aufeinander getroffen und haben einen Pakt geschlossen, denn der gemeinsame Feind setzt seinen Siegeszug weiter fort. Das Volk aus Teotihuacán scheint unbesiegbar zu sein, denn auch sie besitzen moderne Waffen. Doch kann man sie unter ihrem skrupellosen Anführer Metzli noch aufhalten?

 

Feuer und Zerstörung – die Eroberer hinterlassen Brennende Tempel“ und eine Menge Leid. Und der kriegerische Anführer scheint kein Maß mehr zu finden. Doch die Maya, sind nicht die Schafe, für die er sie gehalten hat, denn in den Stadtstaaten, in denen er Statthalter hinterlassen hat, regt sich Widerstand. Und nicht alle Menschen königlichen oder zumindest adligen Blutes sind ausgelöscht – sie sammeln nun immer mehr Verbündete um sich.

Deshalb müssen sich die Ankömmlinge aus dem Westen und Osten auch fragen, ob sie hier wirklich Fuß fassen können?

Gerade die Römer stellen durch ihre Expeditionen rund um die Welt immer mehr fest, dass ihre deutschen Vorfahren und die Japaner in Südamerika nicht die einzigen Zeitwanderer waren. Denn in Südostasien streckt eine neue Macht ihre Hände nach den alten Reichen aus, um die Welt nach ihrem Gutdünken zu formen.

Und das bedeutet, das bald mehr als nur Mittelamerika brennen könnte.

 

Kann es sein, dass der Serie langsam die Luft ausgeht, oder nimmt sich Dirk van den Boom nur Zeit, einen weiteren Zyklus vorzubereiten? Denn der aktuelle Band wirkt seltsam zerrissen, was auch an den ganzen Handlungsebenen liegen mag, zwischen denen er immer hin und her springt. Denn jetzt kommen auch immer mehr Orte ins Spiel, die in den vorhergehenden Bänden nur gestreift wurden – seien es nun die römische Hauptstadt und der Kaiserpalast oder die Flotte im indischen Ozean, die in Berührungen mit einem neuen, unangenehmen Gegner kommt, der ganz offensichtlich aus einer noch etwas anderen Zeit zu stammen scheint.

Vielleicht ist das auch etwas zu viel des Guten – denn dadurch verlieren die Ereignisse in Amerika ihre Kraft, weil sie zu sehr in die Länge gezogen werden und noch immer nicht absehbar ist, wer Metzli eigentlich Einhalt gebieten kann. So wirken die Szenen dort eher wie eine lockere Aneinanderreihung – spannend sind nun eher die Ereignisse auf der anderen Seite der Welt.

Der Roman ist dennoch weiterhin routiniert geschrieben, bietet viel Action und die dazugehörigen Intrigen. Zumindest in diesem Bereich sind keine Abstriche zu machen.

 

Fazit:

»Brennende Tempel« scheint langsam aber sicher den Abschied vom zweiten Kaiserkrieger-Zyklus einzuleiten, Die Handlung ist spannend gestaltet, aber dennoch bleibt das Gefühl, dass der Autor zu schnell auf andere Themen umschwenken will und dafür lieber die Entwicklungen in Mittelamerika vernachlässigt.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Brennende Tempel

Reihe: Kaiserkrieger Band 10

Autor: Dirk van den Boom

Atlantis Verlag, Mai 2016

Taschenbuch, 323 Seiten

Titelbild: Timo Kümmel

 

ISBN-10: 3864022878

ISBN-13: 978-3864022876

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B01DPRZGVW

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

 

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Erstellt: 12.10.2016, zuletzt aktualisiert: 15.01.2019 09:44