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Caramel Kiss (Bd. 1)

Rezension von Christel Scheja

 

Jungen, romantisch veranlagten Leserinnen ist es oft nicht wichtig, wo eine Geschichte spielt. Wichtig ist ihnen viel mehr, dass die Figuren sympathisch oder lustig sind und sich die Liebe angemessen zu einem Happy End entwickelt. Da kann das Drama auch in der fernen Vergangenheit, Zukunft oder gar auf einer anderen Welt angesiedelt sein. Ein Manga, der diese Chance nutzt ist „Caramel Kiss“.

 

Obwohl sie beide erst sechzehn Jahre alt sind, gelten Meru und Riku bereits jetzt als das glücklichste Liebespaar ihrer magischen Welt. Deshalb beschließen die beiden auch schon zu heiraten und nicht noch länger zu warten. Die Hexe und der Werwolf treffen alle Vorbereitungen, doch dann kommt es am Vorabend der Feier zu einer Katastrophe, denn ein scheinbar tollpatschiger Zauberer, der ihr eigentlich Glück wünschen wollte, verflucht Meru aus Versehen.

Sie wird körperlich wieder zu einem kleinen Mädchen, ihr Geist bleibt erwachsen. Und eine Möglichkeit, den Magier zurückzuholen gibt es auch nicht, denn dieser hat sich klammheimlich davon gemacht und ist sogar in die Menschenwelt geflohen.

Nun ist guter Rat teuer. Denn so können sie nicht mehr heiraten, was Meru und Riku wütend und traurig zugleich macht. Es gibt nur einen Weg das zu ändern - indem sie dem bösen Zauberer, denn etwas anderes kann der Typ eigentlich nicht sein, in die Welt ohne Magie folgen, was schon schwierig genug sein wird. Nur gut, dass sie durch die Liebe immer noch die Kraft und den Willen haben, nicht aufzugeben.

 

Auch wenn in der Geschichte Zauberer, Hexen, Werwölfe und Vampire vorkommen, hin und wieder gezaubert wird und auch sonst ein paar Dinge magisch erscheinen, ist der Manga doch keine Fantasy im herkömmlichen Sinne, dient das ganze doch nur als Setting für den Auftaktband. Und dieser kommt ziemlich quirlig und chaotisch daher.

Man merkt sehr schnell, dass sich die Geschichte in erster Linie an junge Leser um die zwölf wendet, die Liebe noch sehr romantisch verklärt sehen und Niedlichkeit mehr schätzen als Leidenschaft. So ist die Beziehung zwischen Meru und Riku absolut harmlos und zu mehr als Umarmungen und seichten küssen kommt es nicht. Die Künstlerin setzt ebenfalls mehr auf schräge Gags und quirlige Gestalten, die die Handlung ziemlich hektisch machen. Gefühle werden da nicht wirklich offen gelegt.

Aus diesem Grund ist der Band auch nur für die älteren Leser interessant, die ein Faible für Magical Girl Mangas haben und so aufgedrehte Geschichten gewohnt sind. Denn mehr als ein wenig Spaß bietet die oberflächliche Handlung nämlich nicht.

 

Alles in allem ist „Caramel Kiss“ eine so niedliche wie harmlose Romanze im Fantasy-Setting, die vor allem junge und jung gebliebene Leserinnen ansprechen dürfte nicht aber den Genre-Fan.

 

Eure Meinung:


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Buch:

Caramel Kiss

Autorin & Künstlerin: Chitose Yagami

Kyarameru Kiss, Vol. 1, Japan 2007

Ema, erschienen Mai 2011

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Übersetzung aus dem Japanischen von Stefan Hofmeister

ISBN-10: 3770474163

ISBN-13: 978-3770474165

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 04.06.2011, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39