Charlie Chan hat seiner Familie eine weiße Weihnacht versprochen, und so reisen sie an den Lake Tahoe. Doch der Beruf bleibt nicht zurück. Kurz nach der Ankunft gerät er in einen offensichtlichen Erpressungsfall. Am folgenden Morgen ist der Erpresser tot. Obwohl die Tatumstände auf den kürzlich Erpressten hinweisen, stellen sich doch auch einige andere Anwesende als hochgradig verdächtig heraus.
Stellte Adrian Vogler in den bisherigen Bänden seiner historischen Krimireihe um Charlie Chan (Das Rätsel um Amelia Earhart: Charlie Chan im Pazifik und Der kalifornische Fluch: Charlie Chan in Hollywood) reale spektakuläre Todesfälle des frühen 20. Jahrhunderts in den Fokus seiner Geschichten, so ist der Mordfall dieses Bandes fiktiv.
Nicht fiktiv sind dagegen das Erpressungsopfer, das zum Hauptverdächtigen wird, sowie der Hintergrund: der Mord an Rasputin und dessen mutmaßlicher Mörder. Protagonist der Reihe ist der chinesisch-stämmige Polizist Charlie Chan, eine Figur, die schon in einigen Hollywood-Filmen der damaligen Zeit charakterisiert wurde. Wie so oft in diesem Genre bedient sich der Autor auch hier einer Situation, in der eine überschaubare Gruppe an Menschen am Tatort weitgehend von der Außenwelt isoliert ist und somit einer dieser Anwesenden der Mörder sein muss. Die spezielle Art des Protagonisten kommt dabei wieder gut zur Geltung. Im Gegensatz zu den bisherigen Bänden, in denen der eigentliche Fall nicht endgültig gelöst werden konnte, da ja auch das tatsächliche Vorbild bis heute ungelöst ist, kann diesmal ein Täter überführt werden. In dieser Machart dürfen gerne noch weitere Fälle folgen.
Wie gewohnt ergänzt der Autor seinen Roman auch diesmal wieder mit einem umfangreichen Anhang zu den realen Hintergründen.