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Clever! – Das Spiel, das Wissen schafft (Nintendo DS)

Rezension von Chrissi Schlicht

 

Rezension:

Inhalt/Story

Ein Neuer an der Schule – das ist natürlich ein gefundenes Fressen für den Schlägertrupp, den es an jeder Lehranstalt gibt. Aber es gibt auch immer eine Gruppe Streber. Und die retten den Neuen vor der traditionellen Tracht Prügel, indem die ihn durch die Geheimtür im Schulspind zerren, hinein in ihr Laboratorium. Sie weihen ihn in die Geheimnisse von Mechanik, Optik, Thermodynamik und Elektromagnetismus ein, mit denen sie den Kampf gegen die Schulrowdies aufnehmen. Kniffelige Experimente müssen durchgeführt werden, das erfordert eine Menge Knobelei.

Die „Streber“ erklären in Tutorials, wie die einzelnen Gegenstände funktionieren und wie sie angewendet werden können, dann kann man loslegen. Hundert Rätsel gilt es zu lösen.

Man sollte nicht unerwähnt lassen, dass das Spiel nur ganz am äußersten Rand mit der Show von Wigald Boning und Barbara Eligmann zu tun hat. Es wird nicht das Wissen des Spielers getestet, man kann auch nichts daraus lernen. Es ist ein Aufbau von Kettenreaktionen und das Erkennen von Ursache und Wirkung und den Zusammenhängen.

Das Spielprinzip ist nicht wirklich neu, es wird hier nur in eine Art Hintergrundstory verpackt. So ähnlich gab es das schon in dem „Petterson und Findus“ – Computerspiel für die Vorschule.

 

Technik:

Mit dem Stift auf dem Touchpad kann man über 50 verschiedene Bauteile kombinieren, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Das fängt einfach an: mit einer schiefen Ebene muss man eine Kugel auf eine Sprungfeder und von dort auf ein Katapult bewegen, so dass sie in eine Kiste fliegt. Es bleibt natürlich nicht einfach, sondern wird mit jedem Level komplexer.

Man stellt die einzelnen Bauteile zusammen und lässt das Experiment dann mit dem Start-Knopf zum laufen. Dabei merkt man schnell, ob die Zusammenstellung so funktioniert oder nicht.

Im Mehrspielermodus spielt man gegeneinander und gegen die Uhr. Dazu stehen alle Level zur Verfügung, die man bereits einzeln schon geschafft hat.

Als extrem nachteilig erweist sich die Notwendigkeit, alle Bauteile wirklich haargenau zusammenzustellen, oder auch alle schiefen Ebenen in die genau richtige Neigung zu bringen – dafür ist der DS-Bildschirm einfach ein bisschen winzig. Jemand mit einer Sehschwäche dürfte bei den komplexeren Übungen verzweifeln.

 

Spielspaß:

100 Rätsel sind eine Menge, das hält sicher einer Weile vor. Allerdings verliert jedes Rätsel seinen Reiz, wenn es gelöst ist, denn wiederholen wird man es sicher nicht aus Spaß an der Freud. Nur um im HighScore bei der Zeitmessung schneller zu werden, ist nicht unbedingt ein Anreiz.

Die Hintergrundgeschichte mit den Streberschülern und den Schlägern à la IQ-einer-Kellerassel gibt schon einen guten Hinweis auf die avisierte Zielgruppe, ebenso die kindlichen und etwas lieblosen Grafiken – für Erwachsene ist es jedenfalls nicht gedacht, denn auf dem Schülerniveau bewegen sich auch die Rätsel. Nur wenige sind so komplex, dass man wirklich länger knobeln muss. Abgesehen davon ist das millimetergenaue Herumschieben nichts für große Hände und schlechte Augen.

 

Fazit:

Knobelspaß für Zwischendurch, aber nichts für Langzeitdaddler. Und lernen kann man eigentlich auch nichts dabei. Der Titel ist daher ein bisschen irreführend – Das Spiel das Wissen schafft ist dezent übertrieben. Wohl eher geschickte Werbung.

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Eure Meinung:


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DS-Spiel:

Clever! – Das Spiel, das Wissen schafft

Nintendo DS

Drahtloses Einzelkartenspiel für zwei Spieler

SAT1-Spiele, SevenOneIntermedia 2007

CDV, 17. März 2008

 

ASIN: B0012OVDLI

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 20.04.2009, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47