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Cluedo

Rezension von Bine Endruteit

 

Der „Clue“ ist der so genannte wichtige Hinweis, der zur Auflösung eines Mordfalles führt. Nach diesem englischen Wort ist eins der erfolgreichsten Brettspiele aller Zeiten benannt: Cluedo.

 

Graf Eutin wurde ermordet, doch schnell wird klar, dass nur eine der sechs im Haus anwesenden Personen der Mörder sein kann, denn alle Fenster und Türen sind verschlossen und niemand konnte das Haus verlassen. Oberst von Gatow, Reverend Grün, Professor Bloom, Baronin von Porz, Fräulein Gloria und Frau Weiss wollen selbst herausfinden, wer der Täter war. Drei Fragen gibt es zu klären: Wer von ihnen war der Mörder? Welche Waffe hat er benutzt? Und wo hat der Mord stattgefunden?

 

Spielziel

Das Ziel ist es, als erster diese drei Fragen richtig zu beantworten. Einen Verdacht darf man immer aussprechen, aber nur einmal Anklage erheben. Ist diese richtig, hat man das Spiel für sich entschieden, ist sie falsch, hat man verloren, man bleibt aber weiterhin im Spiel.

 

Ausstattung

Diese aktuelle Version des über fünfzig Jahre alten Klassikers ist durchaus gelungen. Das Spielbrett, auf dem die einzelnen Zimmer des Anwesens zu sehen sind, ist liebevoll und detailreich mit 3D-Computergrafiken gestaltet. Das ist etwas ganz anderes, als die einfach nur farbig markierten Felder, die man vielleicht noch aus einer alten Version kennt. Einziger kleiner Nachteil ist, dass man dir Figuren auf dem bunten Brett nicht so schnell entdeckt, das nimmt man aber gerne in Kauf. Die Mordwaffen sind kleine, realistisch wirkende Miniaturen aus Metal (einzig das Seil ist aus Plastik). Auch die Karten, die die möglichen Täter, Mordwaffen und Mordzimmer zeigen, sind sehr schön gestaltet, dagegen fallen lediglich die Spielfiguren ein wenig ab. Sie sind einfach aus Plastik und haben nicht mal eine besondere Form. Schon wäre es gewesen, wenn man auch die Personen als Miniaturen hergestellt hätte. So ertappt man sich immer wieder dabei, wie man denkt „Ich verdächtige Rot“ und nicht „Ich verdächtige Fräulein Gloria“. Man muss gerade zu Anfang immer wieder auf dem Spielplan nachsehen, welcher Figur welche Farbe zugeordnet ist.

 

Inhalt der Box:

 

  • 1 Spielplan
  • 6 Spielfiguren
  • 6 Tatwaffen
  • 21 Karten mit Verdächtigen, Tatwaffen und Tatorten
  • 1 Detektiv-Notizblock
  • 1 Mordakte
  • 2 Würfel
  • Spielregeln

 

 

Spielregeln

Die Spielregeln sind auf drei DIN A5 Seiten zu finden, lassen sich schnell lesen und sofort verstehen. Sie sind recht simpel und man hat sie sofort verstanden. Auf weiteren vier Seiten finden sich die Vorgeschichte, Zeitungsausschnitte und Personenvorstellungen. Es empfiehlt sich, diese zu lesen, damit man in die richtige Stimmung kommt, zum Spielen notwendig sind sie aber nicht.

 

Spielverlauf

Zu Beginn des Spiels werden die Karten mit den Verdächtigen, Mordwaffen und Räumen gemischt und man zieht verdeckt je eine Karte und legt sie in der Mordakte (einem kleinen Pappschuber) auf das Spielfeld. Es gilt herauszufinden, welche drei Karten sich in der Akte befinden. Keiner der Spieler weiß Bescheid. Die restlichen Karten werden gemischt und auf die Spieler verteilt.

 

Alle sechs Spielfiguren werden auf ihre markierten Plätze auf dem Spielfeld gestellt, auch wenn es weniger Mitspieler gibt. Diese Personen werden zwar nicht per Würfel von einem Spieler bewegt, wechseln ihre Plätze aber durch einen ausgesprochenen Verdacht und können natürlich auch der Mörder sein.

 

Man würfelt mit zwei Würfeln und geht entsprechend der Augenzahl Felder weiter. Ziel ist es, in einen Raum zu gelangen. Dort kann man einen Verdacht aussprechen, der verdächtige Ort ist der Raum, in dem man sich befindet, dazu holt man noch eine Tatwaffe und eine Person in diesen Raum. Der Spieler links von einem muss nun eine Karte zeigen, falls diese dem Verdacht entspricht. So geht es reihum, bis eine Verdachtskarte gezeigt wurde oder man feststellt, dass diese Karte niemand hat. Es bekommt nur der Spieler die Karte gezeigt, der den Verdacht ausgesprochen hat!

 

So ergibt sich nach und nach ein Bild davon, welche Karten im Spiel sind und welche nicht. Die Verdachtsmomente verhärten sich und irgendwann ist man so weit, dass man glaubt, den Mörder gefunden zu haben. Dann spricht man eine Anklage aus. Diese enthält die Person, den Ort du die Tatwaffe. Dann schaut man verdeckt in die Mordakte. Ist alles richtig, hat man gewonnen und das Spiel ist beendet. Liegt man auch nur in einem Punkt falsch, legt man die Karten wieder zurück, sagt niemandem, was man gesehen hat und das Spiel geht weiter. Man darf aber keine weitere Anklage erheben und kann nicht mehr gewinnen.

 

Spielspaß

Das schöne an Cluedo ist, dass es unglaublich viel Interaktion zwischen den Spielern gibt. Jeder Zug lebt davon, dass man sich Karten zeigen lässt und die Gesichter der Gegner auf Hinweise absucht. Natürlich kann man seine Mitspieler auch verwirren, indem man nach einer Karte fragt, die man selbst auf der Hand hat. Mit ein bisschen Glück fällt jemand darauf herein und scheidet frühzeitig aus dem Spiel aus. Auch das versetzen der Figuren peppt das Spiel auf, denn immer beschwert sich irgendjemand, dass er dem gewünschten Ort nun noch ferner ist oder einer freut sich, dass er viel schneller dahin gekommen ist, wo er hinwollte.

 

Zu Recht ist Cluedo ein absolut beliebtes Spiel. Es macht einfach Spaß. Man hat zwar viel Einfluss darauf, welche Karten man erfragt, aber durch den zu erwürfelnden Weg und die Versetzung der Figuren gehört auch ein wenig Glück dazu, den Fall als erster zu lösen.

 

Empfohlen wird das Spiel ab acht Jahren. Das ist durchaus ein Alter, in dem Kinder Cluedo schon verstehen und spielen können, mit einem erfahrenen, erwachsenen Bluffer können sie aber nicht mithalten, man sollte also schon darauf achten, dass man sich darauf einstellt oder mit gleichwertigen Gegnern spielt.

 

Am meisten Spaß macht das Spiel mit sechs Personen aber auch eine Runde von drei Leuten kann viel Freude bringen, da zwar nicht so viel spekuliert und interagiert wird, sich aber an der Anzahl der Karten und Mörder im Spiel nichts ändert. Somit aist die zu lösende Aufgabe immer gleich anspruchsvoll.

 

Fazit

Ein wahrer Klassiker in modernem Gewand. Die Gestaltung ist absolut gelungen, nur bei den Spielfiguren hätte man sich etwas mehr Kreativität gewünscht. Das Spiel selbst ist spannend und immer wieder neu. Dank einer großen Interaktion zwischen den Spielern ist der Spielspaß sehr hoch.

 

(anklicken zum vergrößern)
 

Eure Meinung:

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Brettspiel:

Cluedo

von Parker

Modellnummer: 45100

ASIN: B0001IXRO2

3 - 6 Spieler

ab 8 Jahre

Erhältlich bei: Amazon

 

Inhalt der Box:

 

  • 1 Spielplan
  • 6 Spielfiguren
  • 6 Tatwaffen
  • 21 Karten mit Verdächtigen, Tatwaffen und Tatorten
  • 1 Detektiv-Notizblock
  • 1 Mordakte
  • 2 Würfel
  • Spielregeln

 

 

 

 


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Erstellt: 26.08.2007, zuletzt aktualisiert: 04.04.2018 19:34