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Cluedo Geheimnisse

Rezension von Bine Endruteit

 

Rezension:

„Cluedo“ ist eins der beliebtesten Brettspiele überhaupt. Mit „Cluedo Geheimnisse“ ist eine neue Variante des Klassikers veröffentlicht worden, bei der es zwar wieder darum geht, einen Schuldigen zu finden, die sich jedoch sehr vom Original unterscheidet.

 

Spielziel

Das Ziel dieses Spiels ist es, als Erster herauszufinden, wer der oder die Schuldige im aktuellen Fall ist und wo er oder sie sich aufhält. Dann kann man die Person anklagen und hat gewonnen, wenn man mit seiner Vermutung richtig liegt.

 

Ausstattung

„Cluedo Geheimnisse“ überzeugt durch eine sehr ansprechende Aufmachung. In den „Häusern“, die man aufstellt, befinden sich Räder, auf denen die Informationen der einzelnen Personen stehen. Die Häuser sind stabil gemacht und sehen toll aus. Leider reißen aber beim Zusammenstecken (kommt nur beim ersten Aufbau vor) schon mal die entsprechenden Löcher ein wenig ein, da muss man also sehr vorsichtig sein. Das Spielfeld, die Akten, die jeder Spieler bekommt, und die „Instrumente“, mit denen man die geheimen Informationen sichtbar macht, sind ebenso hochwertig. Lediglich die durchschnittlichen Spielfiguren fallen hier etwas auf, hier hätte eine kreative Gestaltung den Gesamteindruck vervollständigen können.

 

Spielregeln

Auf den ersten Blick hat man das Gefühl, ein unglaublich dickes Heft zum Lesen zu bekommen, aber schnell stellt sich heraus, dass die eigentliche Anleitung sehr kurz und leicht verständlich ist und die Dicke nur durch das so genannte Fallbuch entsteht. Es gibt insgesamt fünfzig Fälle zu lösen, die alle mit einer kleinen Geschichte aufgeführt sind.

 

Spielverlauf

Wenn man das Spielmaterial einmal zusammengebaut hat, ist das Spiel schnell vorbereitet. Jeder kriegt eine Akte, in der er sich Notizen machen kann und die Häuser werden aufgestellt. Dann kommen noch die Karten auf den Tisch, die Spielfiguren werden auf den Spielplan gestellt und damit ist man auch schon fertig.

 

Es wird reihum gewürfelt und jeder Spieler versucht sich Hinweise bei den Personen zu holen, um herauszufinden, wer der Schuldige ist. Kommt man auf ein Haus, darf man sich die geheime Botschaft ansehen. Normalerweise geschieht das mit einer roten Lupe, die die Schrift sichtbar werden lässt, Ausnahmen sind die Botschaften von Kommissar Braun und die von Dr. Schwarz. Die werden mit einem Spiegel oder einem Schlüssel gelesen, der mit Hilfe von Löchern nur die wichtigen Buchstaben zeigt. Leider ist der Spiegel lediglich mit einer silbernen Folie beklebt, was die Schrift stark verzerrt und besonders bei gemütlichem Schummerlicht dafür sorgt, dass man sich hier stark bemühen muss, die Nachricht richtig zu entziffern.

 

Die beiden Sonderpersonen Kommissar Braun und Dr. Schwarz muss man unbedingt ansteuern, weil sie einem verraten, wer lügt und wo sich der Schuldige befindet. Es gibt vier Verstecke, die in Form von Markern auf dem Spielfeld liegen. Das Feld, wo der Schuldige sich aufhält, muss man auch aufsuchen, wenn man ihn anklagen will. Zusätzlich versperren die Marker den Figuren die Wege, denn man kann sie nicht überschreiten. Wenn man auf einem normalen Straßenfeld landet, muss man eine Karte ziehen, dort befinden sich unter anderem Informationen dazu, was mit den Markern passieren soll. Mit ihrer Hilfe kommen sie überhaupt erst ins Spiel oder können verschoben werden. Hier entsteht eine gute Interaktion zwischen den Spielern, weil man versucht, sich gegenseitig die Wege zu versperren und zu Umwegen zu zwingen.

 

Spielspaß

Der Glücksfaktor spielt bei „Cluedo Geheimnisse“ eine große Rolle. Würfelt man die richtige Augenzahl? Liegt kein Marker im Weg? Erfährt man das, was man wissen wollte oder hilft einem die erhaltene Information nicht wirklich weiter? Man kann zwar seine Wege ein wenig planen, ob einem das aber tatsächlich etwas nutzt, ist fraglich.

 

Gerade durch die hochwertige Aufmachung macht das Spielen besonderen Spaß. Auch wenn es gar nicht nötig gewesen wäre, die Botschaften auf den Häusern zu verschlüsseln, da sie von vorne nicht zu sehen sind, trägt es durchaus zur Stimmung bei, geheimnisvoll zur Lupe zu greifen und die Nachricht nur für sich zu lesen.

 

Leider enthält das Fallbuch „nur“ fünfzig Fälle. Zwar braucht es seine Zeit, bis man die alle durchgespielt hat, wegen der kleinen Geschichten, die hier erzählt werden, erinnert man sich aber recht genau daran, wer der Schuldige war. So kann man „Cluedo Geheimnisse“ tatsächlich nur genau fünfzig Mal spielen und weiß dann Bescheid.

 

Fazit:

„Cluedo Geheimnisse“ ist eigentlich ein ganz neues Spiel, dass lediglich die Personen aus „Cluedo“ erneut verwendet und im gleichen Design gehalten ist. Natürlich muss man auch hier wieder auf Verbrechersuche gehen, diesmal jedoch auf ganz anderem Wege. Das Spielen macht spaß und die Ausstattung ist wirklich gut gelungen.

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Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 1 von 1.

Jan
Sonntag, 07. August 2011 14:41 Uhr
Ich war etwas enttäuscht, als ich es ausgepackt habe und feststellen musste, dass es bis ins kleinste Detail dem Spiel"Die Peking Akte" ähnlich ist. Es sind die selben Felder, sogar die Anzahl der Felder ist gleich. Anstatt Drachen gibt es die Kirmes, einen Bus eine Parade und einen Stand, der einem das weiterkommen vermiest.
Alles in allem ein tolles Spiel, aber schade, dass es eigentlich kein eigenes Spiel ist, sondern eine Neuauflage eines alten Spieles um dieses nocheinmal unter bekannten Namen zu vermarkten.

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Cluedo Geheimnisse

von Parker

Altersempfehlung des Herstellers: 8 und älter

Modellnummer: 42404100

ASIN: B000E3GMSC

Spieler: 2 bis 6

Erhältlich bei: Amazon

Spielausstattung

  • 1 Spielplan
  • 6 Spielfiguren
  • 6 Detektivakten
  • 1 Notizblock
  • 24 Karten
  • 4 Versteckmarker
  • 8 Häuser mit Hinweisrädern
  • 1 Lupe
  • 1 Spiegel
  • 1 Schlüssel
  • 1 Würfel
  • 1 Aufkleberblatt
  • Spielregeln mit Fallbuch

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Erstellt: 13.01.2008, zuletzt aktualisiert: 16.02.2018 17:50