Vor über 100 Jahren wurde ein Vampir im hohen Norwegen von einem Gletscher eingeschlossen. Der droht jetzt jedoch abzuschmelzen. Keinesfalls darf der Vampir Menschen, die ihn vielleicht untersuchen könnten, in die Hände fallen. Also muss Seraphina Blanc in den hohen Norden aufbrechen. Dass dort aktuell Polarnacht herrscht, kommt ihr entgegen, doch ziehen sich die Ermittlungen in die Länge. Und auch die längste Polarnacht endet irgendwann …
Nach Band 1 (Neuzahnstein) schickt Sebastian Steffens seine vampirische V.A.M.P.-Ermittlerin Seraphina Blanc erneut in einen Einsatz.
Überraschenderweise weist dieser Band ein erheblich anderes Feeling als sein Vorgänger auf. Standen dort eher die komödiantischen Elemente im Vordergrund der Ermittlungsarbeiten, liest sich dieser über große Teile fast wie eine klassische Detektivgeschichte. Statt Slapstick-artigen Szenen sind es hier kürzere Action-Einlagen, die die Ermittlungsarbeit der Protagonistin begleiten. Humorvolle Szenen bleiben jedoch auch diesmal nicht aus. Sie finden ihren Hintergrund meist im Unverständnis der Protagonistin für die menschliche, speziell auch die lokale Kultur. Im Gegensatz zu Band 1 bewegt sich Seraphina im aktuellen Einsatz nämlich beinahe ausschließlich unter Menschen.
Insgesamt funktioniert diese Geschichte sehr gut und übertrifft mit ihrer anderen Machart sogar Band 1. Da kann sich der geneigte Leser schon auf den 3. Einsatz der Protagonistin freuen, der sie – soviel wird im Epilog schon verraten – in die Karibik führen wird. Aber gibt es dort nicht furchtbar viel Sonne?
Auch in diesem Band legt der Autor den erzählerischen Fokus wieder durchgehend auf seine sonnenscheue Protagonistin.