Kampf um den Schwarzen Stein ist eine der Geschichten, die zwar irgendwie locker zur Hauptreihe gehören, aber auch unabhängig lesbar bleibt und sich erlaubt, ein wenig mit Zeit und Raum zu spielen, um dem Schöpfer des Cimmeriers ein wenig Tribut zu zollen.
Conan ist sichtlich verstört durch ein geheimnisvolles Runenzeichen und weiß, dass er nach deren Ursprung suchen muss. Und er bleibt dabei nicht lange allein, denn eine Kampfgefährtin von früher schließt sich ihm an.
Dazu kommen andere illustre Gestalten, die nicht so ganz in das hyborische Zeitalter passen so wie Solomon Kane und die Schwarze Agnes. Gemeinsam kämpfen sie sich so durch den Dschungel, um dem Feind auf die Spur zu kommen.
Jim Zub greift in seiner Geschichte tief in das Erbe, das Robert E. Howard hinterlassen hat, denn alle Helden, die hier auftauchen, stammen aus seiner Feder, auch weniger bekannte Charaktere wie El Borak oder zwei Professoren, die aus Geschichten stammen, die der Autor in H. P. Lovecraft Cthulhu-Mythos agieren ließ. Und so entstehen auch schnell die entsprechenden düsteren Vibes, die Atmosphäre, die das ganze besonders wirken lässt.
Die Handlung ist allerdings eher klassisch, denn natürlich müssen sich die Helden nach und nach durch einen lebensgefährlichen Dschungel kämpfen, bekommen es mit einem dunklen Kult mitsamt Gott zu tun. Immerhin raufen sich die so unterschiedlichen Charaktere schnell zusammen und werden von Einzelkämpfern schnell zu einem Team.
Das ganze wird flott und actionreich in Szene gesetzt, Tiefe sollte man nicht erwarten, denn in erster Linie dominieren die Kämpfe und die düstere Gefahr, die auch am Ende noch nachhallen darf. Und wie man sich denken kann ist auch das Ende klassisch.