Showmaster Howdy Cowdy liebt das Geplänkel mit den Talk-Gästen seiner erfolgreichen TV-Show »Muhdern Talking«. Als er günstig seinen Traum-Cadillac erstehen kann, sollte er eigentlich rundum zufrieden sein. Doch dann hat er einen Aussetzer und stellt einem Talk-Gast in der Live-Show plötzlich vollkommen unsinnige Fragen. Nur sein bester Kumpel, der hinter den Kulissen arbeitet, kann die Situation noch retten.
Was Michaela Froelian in diesem Buch präsentiert, kann man schon als reichlich schräg bezeichnen. Am besten kann man es wohl als skurril-komische Horror-Fantasy-Novelle beschreiben. Auch der Begriff Fabel geht durchaus in die richtige Richtung, denn alle Charaktere sind im vollkommen wörtlichen Sinn Rindviecher. Über solche kleinen Details, wie ein Stier beispielsweise rein anatomisch ein Mikrofon halten, ein Glas Wasser auf einen Tisch stellen oder ein Auto fahren kann, wird dabei großzügig hinweggegangen.
Aber das ist in der Story auch eher weniger interessant. Alleine schon, dass die prominenten Gäste der Show zum Beispiel ein Ford Harris, der in Cow Wars einen Moo Solo gespielt hat, oder ein alternder Ex-Fußballer namens Frank Beckenhauser sind, verrät, in welche Richtung der schräge Humor geht. Dass der vom Protagonisten gekaufte Cadillac vom auf Rache sinnenden Geist eines Country-Sängers besetzt ist, bringt dann die Horror-Komponente ins Spiel. … über die sich der Leser aber eher totlacht als gruselt. Um dem Reiz dieser Geschichte zu erliegen, muss man dieser doch ziemlich speziellen Art von Humor schon etwas abgewinnen können. Falls dem so ist, kann diese kurze Novelle von nur etwa 50 eBook-Seiten den Mundwinkeln aber einen eindeutigen Aufwärtstrend verleihen.