Gero und seine Zwillingsschwester Belladonna sind 12, aber schon voll ins Familien-Business integriert: die Dämonenjagd. Die Venatrix’ sind nämlich schon seit vielen Generationen eine Dämonenjäger-Familie. Während Gero jedoch eher der Denker und Planer ist, ist seine Schwester Kämpferin aus Überzeugung. Problematisch wird es, als Gero ein junger Hund zuläuft. Obwohl er eindeutig dämonisch ist, beschließen die Zwillinge, ihn heimlich zu behalten.
Hendrik Lambertus wendet sich mit seiner neuen, humorvollen Urban-Fantasy-Reihe primär an junge Leser.
Im Mittelpunkt stehen die 12-jährigen Zwillinge Gero und Belladonna Venatrix, die fest in einer alten Dämonenjäger-Familie verankert sind. Dass es in einer derartigen Familie auch im Alltagsleben recht unorthodox zugeht, erweist sich von Kapitel zu Kapitel immer deutlicher. Im 1. Band stehen hauptsächlich die Schwierigkeiten im Fokus, die beim Versuch entstehen, einen Dämonenhund vor dem Rest der Familie zu verstecken, was immer wieder zu schreiend komischen Situationen führt.
Im Hintergrund schwebt dabei immer die Frage mit, ob wirklich alle Dämonen und dämonischen Wesen böse sind. Der Autor stellt seinen jungen Protagonisten Gero dabei als das ›normalste‹ Familienmitglied dar. Alle anderen Venatrix’ fallen deutlich stärker aus dem Rahmen, wodurch Gero gerade für die jungen Leser der ›Zielgruppe‹ wohl auch die Identifikationsfigur darstellt.
Zahlreiche gelungene Illustrationen von Sarah-Lisa Hleb gewähren beim Lesen eine bildliche Vorstellung von den diversen Dämonen und natürlich auch den menschlichen Charakteren. Der einzige negative Punkt, der diesem Buch beinahe den 5. Stern bei meiner Bewertung gekostet hätte, ist die ständige Aufzählung Dämonenjägerinnen und Dämonenjäger. Auch ohne diesen sprachlichen Unsinn wird aus dem Text klar, dass sich unter den Dämonenjägern auch (viele) weibliche befinden. Mein Gesamteindruck des Buchs ist allerdings so gut, dass ich mich trotzdem für 5 Sterne entschieden habe.