Nisha J. Tuli verlässt mit ihrer Das Nachtfeuer-Quartett-Tetralogie“ die vertrauten Gefilde des europäischen Kulturkreises und taucht in eine für westliche Leser sehr exotische Mythologie und Umgebung ein. Auch der zweite Band Dance of Stars and Ashes taucht wieder in die Welt indischer Magie ein.
Zarya ist aus ihrem Gefängnis ausgebrochen und in die Juwelenstadt Dharati geflohen. Dort hat es ihr nicht nur der Kommandant der Krieger angetan, die Nacht für Nacht die Stadt vor Dämonen verteidigen, sie erfährt auch mehr über sich selbst. Und begegnet dem ebenso gefährlichen wie faszinierenden Kriegerprinzen Rabin.
Doch sie weiß nicht, ob sie dem Mann trauen kann, der ihr immerhin geholfen hat, ihre Kräfte zu erwecken. Während sie und ihre Freunde erst einmal eine ruhige Zeit genießen braut sich allerdings schon neues Unheil vor den Toren zusammen und Verrat scheint auch noch nicht aus der Welt zu sein.
Im Grunde erzählt die Autorin eine ähnliche Geschichte wie in Die Artefakte von Ouranos, denn auch hier muss die Heldin nach und nach die Geheimnisse ihrer Vergangenheit ergründen, um dadurch zu lernen, ihre Magie besser zu beherrschen. Und wie immer hat sie auch Freunde, die sie dabei unterstützen. Ebenso wie einen undurchsichtigen Love Interest, den sie nicht vergessen kann und den sie genau so umkreist wie der sie.
Zwar spielt die Autorin mit der reichhaltigen Magie Indiens und lässt das ein oder andere mythische Wesen einfließen, aber so wirklich zur Handlung trägt das ganze nicht bei, geht es doch in weiten Strecken eher familiär zu und bekommt das Liebesgeplänkel extrem viel Raum.
Die Handlung plätschert auch in diesem Band über weite Strecken dahin, erst zum Ende hin darf die Spannung wieder deutlich anziehen und mit einem ordentlichen Knall enden. Aber auch das fühlt sich so an, als habe man ähnliche Inhalte schon tausendfach gelesen. Ebenso wie wie die nicht gerade überraschenden Enthüllungen.
Selbst die Figuren entwickeln sich nicht sonderlich weiter, da sie sich mehr oder weniger nur auf ihre persönlichen Leidenschaften konzentrieren und eher auf das, was auf sie einstürzt reagieren als selbst aktiv zu werden.
So wirkt die Handlung mehr oder weniger konstruiert, um in erster Linie die Fans romantischer Geschichten anzusprechen und ihnen dabei einen exotischeren Hintergrund als üblich zu bieten.