Elise Kova ist eine amerikanische Bestseller-Autorin, die es liebt, ihre Geschichten in phantastischen Welten anzusiedeln, wie sie schon in den Chroniken von Solaris bewiesen hat. Ihre neue Serie Married into Magic mag mehr mit der irdischen Welt verbunden sein, bewegt sich aber auch durch die Anderswelt, wie sich in Dance with the Fae Prince zeigt.
Katria glaubt schon lange nicht mehr an Liebe, dann das hat ihre Stiefmutter ihr schon in jungen Jahren ausgetrieben. Sie hat nur Leid und Herabsetzung erfahren, so dass sie es jetzt mehr oder weniger hinnimmt, dass sie einfach an den geheimnisvollen Lord Fenwood verschachert wird, der nicht einmal bei der Unterzeichnung ihres Ehevertrags auftaucht.
Und auch sonst scheint er ihre Nähe zu meiden, so dass die junge Frau eines Tages die Initiative ergreift und beschließt, sich in die ihr eigentlich verbotenen Bereiche des Herrenhauses zu gehen. Dabei wird sie gegen ihren Willen in die Fae-Welt entführt.
Sicherlich erfindet Elise Kova die Fantasy mit ihrer Geschichte nicht neu, denn viele der Elemente dürften Leserinnen schon aus Märchen wie Cinderella oder Die Schöne und das Biest kennen, auch wenn das ganze natürlich keine Nacherzählung ist, sondern schon bald ganz eigene Wege geht.
Sie erfährt bei ihrer Reise in die Feenwelt so einiges über ihren Ehemann und seine Beweggründe und wird schon bald selbst zum Ziel der unbekannten Angreifer, die sie alle immer wieder attackieren, versucht doch ein Elfenfürst die Macht der Fae endgültig an sich zu reißen.
Dabei kommt Katria nicht nur eine immer größere Rolle zu, sie lernt auch Davian, ihren Gatten immer besser kennen und schätzen, so dass romantisch veranlagte Leserinnen mitfiebern und auch -schmachten dürfen. Immerhin erhalten neben Hauptfiguren auch ein paar Nebencharaktere Profil, wenngleich der Gegenspieler und seine Schergen blass bleiben und als Kanonenfutter dienen.
Daher sind größere Teile der Geschichte sehr vorhersehbar, und das große Geheimnis Katrias schnell durchschaut. Die Liebesgeschichte erfüllt genau die Erwartungen, die junge Leserinnen an das Abenteuer stellen dürften und das Ende ist natürlich vorprogrammiert.
Die Geschichte wird aber immerhin flott und ohne Längen erzählt, wenngleich sie nach der Lektüre nicht unbedingt so sehr im Gedächtnis bleibt, da sich die Handlung zu sehr auf ausgetretenen Pfaden bewegt.