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Dark Kiss von Michelle Rowen

Rezension von Christel Scheja

 

Seit 2007 steht der Name Michelle Rowen in Amerika für romantische Urban und All Age Fantasy. Die Autorin selbst lebt in Ontario, Kanada und erhielt bereits mehrere renommierte Preise. Mit „Dark Kiss“ legt sie eine weitere Liebesgeschichte mit Wesen, die nicht ganz von dieser Welt sind, vor.

 

Samantha ist eine ganz normale Schülerin. Mit ihrer besten Freundin Carly schlägt sie sich durch den Schulalltag und wirft gelegentlich den Blick auf den ein oder anderen hübschen Jungen. Vor allem Stephen, einer der beliebtesten Klassenkameraden hat es ihr angetan. Doch wird er sie überhaupt beachten – so wie sie sich derzeit gibt – unauffällig und unscheinbar?

Alles verändert sich jedoch, als sie Stephen an einem Freitagabend im „Crave“ näher kommt als sie erwartet hat. Er küsst sie leidenschaftlich ... und ab da fühlt sich Samantha irgendwie anders.

Sie ist von nu an von einem unstillbaren Hunger erfüllt, der sich nicht durch normale Nahrung stillen lässt. Eher im Gegenteil – ihre Gier wird noch stärker. Während Samantha darum kämpft, mit den Veränderungen in sich fertig zu werden, trifft sie auf einen heruntergekommen und verwirrten Straßenjungen. „Bishop“ erholt sich zwar, aber auch er steht vor einem Problem, denn Samantha, die sich um ihn kümmert, ist nun eine „Gray“ – ein Mensch, der selbst seine Seele verloren hat und nur noch satt werden kann, wenn er die anderer verschlingt. Er selbst ist ein Engel, der auf die Erde gekommen ist, um genau diese Wesen zu vernichten, um eine Ausbreitung aufzuhalten.

Das Mädchen hat dem Drang noch nicht nachgegeben ... und ist vielleicht noch zu retten. Und so schließen der Engel, der erst noch wieder zu sich selbst finden muss – und Samantha, die nicht ganz in der Dunkelheit verschwinden will . einen Bund...

 

„Dark Kiss“ entwirft mit den „Gray“ zwar Wesen, die auf den ersten Blick neuartig erscheinen, die bei genauerem Hinsehen aber viele Ähnlichkeiten mit Vampiren haben, nur dass sie sich nicht am Blut, sondern an den Seelen der Menschen laben. Letztendlich ist das aber auch eine gute Überleitung, um Engel und Dämonen einzubringen.

Die Geschichte selbst verläuft in sehr klassischen Bahnen. Da ist einmal das Mädchen, dass unfreiwillig in die Lage gerät und dadurch Geheimnisse um sich selbst entdeckt, denen sie sich nicht bewusst war. Natürlich haftet Sam schnell etwas Ungewöhnliches an, sie ist mehr als nur ein ganz normales Mädchen.

Bishop ist der typische Love Interest – überlegen und geheimnisvoll, mit ein paar nur all zu menschlichen Schwächen, gelegentlich erschreckend, dann wieder aber auch irgendwie zum Knuddeln. Immerhin nimmt sich die Autorin Zeit, die beiden Protagonisten aufeinander zukommen zu lassen und gibt auch Samanthas anderen Problemen genug Raum.

Die Handlung selbst ist relativ gut vorhersehbar, sie verläuft mehr oder weniger in eingetretenen Pfaden und wartet nur selten mit Wendungen auf, die man nicht ganz so erwartet hat. Immerhin gibt es durch den flüssigen Stil der Autorin keine nennenswerten Längen.

 

Alles in allem dürfte „Dark Kiss“ vor allem die Bedürfnisse junger Leserinnen ab zwölf Jahren befriedigen, die vor allem nach einer romantischen Geschichte suchen, in der eine liebenswert „normale“ Heldin in übersinnliche Gefahren gerät und so in Kontakt mit einem höchst faszinierenden und geheimnisvollen Jungen kommt. Garniert wird das ganze mit typischen Schulklischees, so dass sich Hardcore-Genrefans eher mit Grausen abwenden werden.

 

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Dark Kiss

Autorin: Michelle Rowen

Taschenbuch, 380 Seiten

Mira, Mai 2013

Übersetzerin Alexandra Hinrichsen

 

ISBN-10: 3862787311

ISBN-13: 978-3862787319

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00CWZ8LVG

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 27.07.2013, zuletzt aktualisiert: 11.06.2019 19:38