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Dark Shadows

Nachdem eine Hexe Barnabas mit einem Fluch belegt hat, verbringt er 200 Jahre in einem Sarg, bis er mitten in den Siebziger Jahren endlich aus seine Gefängnis befreit wird und als Vampir erwacht. Er staunt nicht schlecht, wie seine Umgebung sich verändert hat, vor allem aber über seine neuen Mitbewohner: Barnabas ist in einer Chaos-Familie samt pubertierendem Teenager gelandet. Gerade als er dabei ist, sich in der neuen Welt zu wohlzufühlen, taucht auch schon die böse Hexe von damals auf, um den Vampir in ihren Besitz zu nehmen.

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Eure Meinung:

Armin, 01.09.2016, 13:02:
Die amerikanische Grusel-Seifenoper »Dark Shadows« brachte es zwischen 1966 und 1971 auf stolze 1225 Folgen und zwei Kinofilme, 1991 gab es eine kurzlebigere, zwölfteilige Neuauflage. Schauspieler Johnny Depp hat sich ebenso als Fan der originalen Fernsehserie geoutet wie Regisseur Tim Burton. Das Duo, das gemeinsam schon mehrfach aus skurrilen Stoffen (von »Edward mit den Scherenhänden« bis hin zu »Sweeney Todd«) richtig gute Filme gemacht hat, tut sich dieses Mal allerdings schwer, aus der ziemlich angestaubten Vorlage eine gelungene Leinwandversion zu schaffen.

Barnabas Collins (Johnny Depp) hat das Herz des Dienstmädchens Angelique Bouchard (Eva Green) erobert, sie dann aber verschmäht. Ein Fehler: Sie entpuppt sich als Hexe, verflucht ihn, als Vampir weiterzuleben, und sorgt auch noch dafür, dass er im Jahr 1776 in einen Sarg gesperrt und verbuddelt wird. Knapp 200 Jahre später befreien ihn Bauarbeiter versehentlich: Barnabas kehrt aufs Schloss seiner inzwischen nicht mehr ganz so reichen Dynastie zurück. Gemeinsam mit seiner Nachfahrin Elizabeth Collins Stoddard (Michelle Pfeiffer) versucht der Vampir, den einstigen Glanz der Familie neu zu beleben – Konkurrentin ist niemand anderes als Angelique Bouchard, die Hexe, die es in der Zwischenzeit zu großem Reichtum und viel Einfluss gebracht hat.

Die Zutaten für einen guten Tim-Burton-Film sind eigentlich vorhanden, werden aber leider nicht überzeugend genug kombiniert. Die Auswahl der Darsteller – zu Johnny Depp und Michelle Pfeiffer gesellt sich unter anderem auch noch Helena Bonham Carter mit einem famosen Auftritt als Genussmitteln nicht abgeneigte Psychiaterin Dr. Julia Hoffman – ist vielversprechend. Und es wird mit viel schrägem Humor auch eine ganze Reihe guter Ideen und netter Gags am Rande aufgefahren, wie etwa der Gastauftritt von Alice Cooper, der »No More Mr. Nice Guy« singen darf. Doch letztlich verheddert sich der Film im Versuch, das alles auch noch mit der komplizierten Familiengeschichte der Collins’ – von Kindermädchen Victoria Winters über Barnabas’ tote Frau Josette (beide von Bella Heathcote gespielt) bis hin zum Geister sehenden David (Gulliver McGrath) – unter einen Hut zu bringen. Zum Finale hin geht dem Film dann auch noch die Puste aus: Statt schräger Momente regieren plötzlich die Spezialeffekte und das tut der Geschichte alles andere als gut.

(5 Sternchen)
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Dark Shadows

Jahr: 2012

Regie: Tim Burton

Fantasy

 

Erhältlich bei: Amazon

DarstellerInnen:

  • Johnny Depp
  • Eva Green
  • Michelle Pfeiffer

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Dark Shadows


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Erstellt: 01.09.2016, zuletzt aktualisiert: 11.01.2018 19:45