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Darth Vader - Aufstieg und Fall von Ryder Windham

Reihe: Star Wars

Rezension von Christel Scheja

 

Zu den zentralen Figuren der Star-Wars-Saga gehört Anakin Skywalker alias Darth Vader. Er ist die Person, die beide Filmtrilogien miteinander verbindet, und dessen Lebensschicksal in allen sechs Filmen erzählt wird. So bietet es sich geradezu an, die Geschehnisse auch einmal aus seiner Sicht zu beschreiben. Dies geschieht nun in „Darth Vader - Aufstieg und Fall“ von Ryder Wyndham.

 

Der Roman beginnt mit der Ankunft einer Sklavin auf Tatooine. Da der sie begleitende Junge sehr geschickt im Umgang mit elektronischen Teilen zu sein scheint, erwirbt der Schrotthändler Watto Shmi Skywalker und ihren Sohn von ihrer Besitzerin und stellt beide in ihre Dienste.

Daher kennt Anakin nicht viel anderes als den Schrottplatz und das kleine Haus, das sie miteinander bewohnen. Auch wenn er immer wieder von seltsamen Träumen heimgesucht wird, so verliert er doch nichts von seinem sonnigen Gemüt, seinem freundlichen Wesen und seiner Klugheit, die ihn bereits mit zehn Jahren dazu befähigt, einen Pod-Renner zu bauen und einen Protokolldroiden zu reparieren. Sein Lebensweg scheint vorgezeichnet bis zu dem Tag, an dem die Jedi Qui Gon Jinn und Obi Wan Kenobi zusammen mit Königin Amidala von Naboo in sein Leben treten.

Alles andere ist bekannt: Trotz aller Widerstände durch den Rat der Jedi wird der Junge zum Padawan und in den mythischen Künsten ausgebildet. Noch als Schüler überflügelt er seinen Meister Obi Wan Kenobi und wird schließlich zur dunklen Seite der Macht verführt, weil er glaubt, so seine Geliebte und Frau Padme retten zu können.

An der Seite seines neuen Herrn, des Imperators, erlebt er die Errichtung einer neuen Ordnung in der Galaxis mit und wird zum brutalen Handlanger, bis ein Mensch den letzten Funken Licht und Menschlichkeit in ihm wieder erweckt: Sein Sohn Luke.

 

Das alles wird auf knapp zweihundert Seiten erzählt, und man kann sich sehr leicht vorstellen, dass der Roman nur eine geraffte Zusammenfassung dessen ist, was sich inzwischen durch Romane und Filme an Hintergrund für Anakin Skywalker/Darth Vader ergeben hat. Daher sollte man nicht unbedingt auf neue Erkenntnisse und schon gar nicht auf bisher unbeschriebene Geheimnisse hoffen.

Nur Anakins Kindheit bis zur Ankunft der Jedi ist etwas ausführlicher geschildert, alles andere - selbst Geschehnisse aus Romanen und Comics ist nur vage angerissen und nicht besonders ausgeführt worden. Auch die Zerrissenheit der Persönlichkeit zwischen seinen beiden Seelen selbst kommt nicht zum Vorschein, so dass man sich schon auf der Hälfte des Buches fragt, welchen Sinn es dann macht.

 

Selbst für den Fan ist „Darth Vader - Aufstieg und Fall“ ein überflüssiges Buch, da es keine neuen Aspekte zur Figur bietet, überwiegend die Filme zusammen fasst und selbst dabei oberflächlich bleibt. Der Roman ist eine herbe Enttäuschung und allenfalls reizvoll für den, der bisher noch nicht alle Filme sehen konnte.

 

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Darth Vader - Aufstieg und Fall

Autor: Ryder Windham

Broschiert, 206 Seiten

Panini Books, erschienen Januar 2008

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Dominik Kuhn

Titelbild von Drew Struzan

ISBN-10: 3833216557

ISBN-13: 978-3-8332-1655-8

Erhältlich bei: Amazon

 

Weitere Infos:


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Erstellt: 14.02.2008, zuletzt aktualisiert: 07.06.2019 15:11