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Das älteste Ding der Welt von Willy Seidel

Hörspiel

Reihe: Gruselkabinett Folge 134

 

Rezension von Cronn

 

Die äußerst langlebige und erfolgreiche Reihe Gruselkabinett aus dem Haus Titania Medien wird mit der inzwischen 134ten Folge fortgesetzt.

Von Marc Gruppe wurde ein Titel ausgewählt, der zu Recht als ein Insider-Klassiker gilt: Das älteste Ding der Welt von Willy Seidel.

Die Vorlage stammt aus dem Jahr 1923. Willy Seidel geht mit seinem Thema auf sehr kunstvolle Weise um, kontrastiert das Exotische mit dem Traditionellen, Bösartigen. Die grundlegende Idee des Werks ist innovativ, wobei Elemente der Science-Fiction mit der dunklen Phantastik verwoben werden. Doch zunächst zum Inhalt:

 

Verlagsinfo:

Dem achtzehnjährigen Harald von Calmus, einziger Sohn des bejahrten Reichsfreiherrn von Calmus-Dunkelstedt, ist es durch eine kleine Finte wieder einmal gelungen, seinem Hauslehrer in die freie Natur zu entkommen. Im nahen Pfaffenwäldchen hat er an jenem Nachmittag mehrere unheimliche Erlebnisse, die imstande sind, sein noch junges Leben aus den Angeln zu heben …

 

Die inhaltliche Beschreibung ist etwas vage, daher soll hier eine kurze Erklärung ohne Story-Spoiler vorgenommen werden:

Harald von Calmus wird Zeuge von Tieropfern, die sich offensichtlich auf eine Stelle im Wald beziehen. Dort ist ein Stein aufzufinden, in dessen Nähe er einschläft und verwirrt aufwacht. Auch in den nächsten Tagen ist er noch benommen, wie berauscht und halluziniert scheinbar.

Als dann ein betagter Chinese auftaucht, der ihm merkwürdige Fragen stellt, rücken die Vorzeichen von unheilvollen Begebenheiten näher …

 

Kritik:

Das Hörspiel beginnt recht wenig konkret und scheint inhaltlich zu zerfasern, ohne dass eine Richtung erkennbar wäre. Das ändert sich aber nach dem Auftauchen des Chinesen sehr schnell und die Handlung nimmt Fahrt auf.

Gefallen kann hierbei, dass Marc Gruppe in seiner Vertonung besonders die Beschreibungen Willy Seidels kongenial übernommen hat und man somit in der Vorstellungswelt des Autors mitgenommen sich fühlt.

 

Die Sprecher machen hierbei allerdings nicht immer eine gute Figur. So klingt der Protagonist Harald etwas zu weinerlich und die Sprechstimme des Chinesen ist etwas zu klischeehaft angelegt.

Dennoch gelingt es dem Hörspiel, die Aussage der Erzählung sehr gut einzufangen und die Stimmung passend wiederzugeben.

Dazu trägt der Soundteppich bei, bei dem die Musik oftmals die Sprecher begleitet und somit deren Worte trägt. Eine gute Entscheidung, um dem Hörspiel in Teilen eine hypnotische Facette zu geben.

 

Fazit:

Marc Gruppe hat es geschafft, das Werk von Willy Seidel sehr gut in ein Hörspiel zu transferieren. Auch wenn es hier und da kleine Schnitzer gibt, ist Das älteste Ding der Welt ein gelungener Beitrag der Reihe.

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Hörspiel:

Das älteste Ding der Welt

Reihe: Gruselkabinett Folge 134

Original: Das älteste Ding der Welt, 1923

Autor: Willy Seidel

Titania Medien, 29.03.2018

Dauer: 88.46 Minuten

Buch: Marc Gruppe

Produktion und Regie: Stephan Bosenius und Marc Gruppe

Mastering: Michael Schwabe, Monoposto

Cover-Illustration: Ertugrul Edirne

Layout: Doreen Enderlein

 

ASIN 3785756259

 

Erhältlich bei: Amazon

SprecherInnen:

  • Erzähler: Peter Weis
  • Harald von Calmus: Louis Friedemann Thiele
  • Reichsfreiherr: Horst Naumann
  • Reichsfreifrau: Dagmar von Kurmin
  • Hauslehrer: Sascha von Zambelly
  • Magd Mechtild: Kathryn McMenemy
  • Hausarzt: Bodo Primus
  • Dr. Sze: Matthias Lühn
  • Fabrik-Direktor: Rolf Berg

Serienguide:

Alles zur Reihe Gruselkabinett

Weitere Infos:


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Erstellt: 16.04.2018, zuletzt aktualisiert: 16.04.2018 18:57