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Das Amulett von Marita Sydow Hamann

Reihe: Die Erben der alten Zeit Band 1

 

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Verlagsinfo:

Erzählt wird die Geschichte des Waisenkinds Charlotta Johansson – genannt Charlie – das in den Besitz eines mysteriösen Amuletts gerät. Das Mädchen landet in einer fremden Welt, in der Magier, benannt nach nordischen Göttern, herrschen und in der sie sich gegen den grausamen Despoten Oden behaupten muss. Charlies Schicksal ist mit dem einer jungen Frau auf dem Planeten Euripides verschränkt. Doch was genau haben die beiden gemeinsam? Und welche Rolle spielt das Amulett dabei?

 

Rezension:

Als ein offenbar ausgesetztes, nur wenige Monate altes Baby unter äußerst mysteriösen Umständen aufgefunden wird, entschließen sich die schwedischen Behörden, genau diese Fundumstände geheimzuhalten. 14 Jahre später hat Charlotta, wie man das Kind nennt, mehrere Pflegeeltern hinter sich und lebt wieder mal im Kinderheim. Nach einem eigenartigen Vorfall entschließt sie sich, endlich die Identität ihrer wahren Eltern in Erfahrung zu bringen. Sie stiehlt im Jugendamt ihre Akte und flieht aus dem Heim. Eine versiegelte Seite dieser Akte verrät Charlotta die genauen Umstände ihres Auffindens. Außerdem liegt der Akte ein eigenartiges Medaillon bei, das damals bei ihr gefunden wurde. Doch während dem Mädchen noch nicht klar ist, wie und wo es mit der Suche nach seinen Eltern beginnen soll, findet es sich überraschend in einer anderen Welt wieder, die manche Züge mit der germanischen Mythologie gemein hat. Magie ist hier real! Auf Charlotta wartet ein Abenteuer, bei dem jede Information, die sie findet, nur um so mehr neue Fragen aufwirft.

 

Urban-Fantasy-Stories, in denen ein Protagonist meist unerwartet in eine Parallelwelt gerät, finden sich in großer Zahl. Ich kann nicht zählen, wie viele Rezensionen ich schon für derartige Bücher verfasst habe. Bei diesem recht umfangreichen Werk, das der Auftakt der Die Erben der alten Zeit-Trilogie ist, muss ich allerdings feststellen, dass es sich qualitativ deutlich von den meisten vergleichbaren Büchern abhebt. Die Welt – oder genauer gesagt sogar ein ganzes Weltengefüge – die Marita Sydow Hamann hier vor dem Leser entfaltet, ist ungeheuer komplex. Dabei nimmt die Autorin sowohl auf die nordische als auch die griechische Sagenwelt Bezug. Die Autorin führt ihre Leser gemeinsam mit Charlotta, die sich in dieser Welt als Junge ausgibt, immer tiefer in die mythologischen Grundlagen ein, wobei ihre Welt(en) dieses Buches durchaus in manchem von der der traditionellen Sagen abweicht. Verwoben wird der dominierende Handlungsstrang um Charlottas Abenteuer in einer mittelalterlich geprägten Umgebung mit einen in die ScienceFiction hinein tendierenden um eine junge Frau, die in einer weit fortgeschrittenen Kultur von Archäologen aufgefunden und aus einem 14.000-jährigen ›Schlaf‹ geweckt wird. Urheber des Dauerschafs war anscheinend ein Medaillon, dass Charlottas sehr ähnelt. Dieses ganze Handlungsgeflecht wird in diesem Band systematisch und sehr vielversprechend aufgebaut, sodass die Erwartung an die beiden Fortsetzungen sehr hoch ausfallen. Es wird sich zeigen müssen, ob diese sich als gerechtfertigt erweisen werden.

 

Auch die sprachliche Gestaltung des Textes kann überzeugen. Ein paar kleinere, für die eigentliche Handlung jedoch unbedeutende Logikprobleme können den guten Eindruck nicht trüben.

 

Fazit:

Ein überzeugender Auftakt zu einer sehr komplexen Urban-Fantasy-Handlung mit interessanten Charakteren.

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Eure Meinung:

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Buch:

Das Amulett

Autorin: Marita Sydow Hamann

Reihe: Die Erben der alten Zeit Band 1

gebunden, 604 Seiten

Grasroots Edition, Mai 2013

Umschlaggestaltung: Stefan Sternmacher

Karte: Marita Sydow Hamann

 

ISBN-10: 3200030836

ISBN-13: 978-3200030831

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B008M3CH2G

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:

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Erstellt: 25.01.2018, zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49