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Das blutige Land von Richard Schwartz

Reihe: Die Götterkriege, Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

Der Zyklus um die „Götterkriege“ schließt nahtlos an „Das Geheimnis von Askir“ an. Ging es im ersten Zyklus noch darum, alte Geheimnisse zu ergründen und diese gegebenenfalls sogar zu wecken, zeigt sich nun, dass es bitter notwendig ist, diese auch zu verwenden, denn der Nekromantenkaiser Malorbian macht aus seinen Absichten keinen Hehl. Das Kaiserreich von Askir kämpft um sein Überleben und darum ist der Einsatz der Helden, die alle mehr oder weniger magische Bannschwerter aus der Vergangenheit tragen, unumgänglich.

 

In „Das blutige Land“ kehrt der Fokus wieder zu Havald alias Roderick von Thurgau zurück, der aus seinem langen todesähnlichen Schlaf erwacht ist.

Kaum hat er sich von seinem scheinbaren Totenbett erhoben, wird Havald bereits wieder aktiv und überredet die Kaiserin ihn dorthin gehen zu lassen, wo sein Geschick und Wissen am Brauchbarsten eingesetzt werden kann. Nachdem er die entsprechenden Berichte gehört hat, zieht es ihn in die Ostmark. Seit langer Zeit bekriegen sich dort die Grenzfestungen mit den Barbaren. So wie diese gelegentlich Forts und Dörfer angreifen, zögern profitsüchtige Kopfgeldjäger nicht, Unschuldige zu töten, nur weil diese auch Geld bringen.

Havald erkennt schnell, warum die Provinz noch immer so unruhig ist. Nur von einer kleinen Schar Getreuer begleitet, versucht er zu vermitteln und Frieden zu schaffen, weiß er doch, dass es wichtig ist, dass sich die barbarisch scheinenden Nachbarn nicht dem Banner des Nekromantenkaisers anschließen.

Doch kann er erfolgreich sein, wenn es genügend Kräfte gibt, die gegen ihn arbeiten? Und ist es wirklich so einfach in eine Region zurückzukehren, mit der er enger verbunden ist, als ihm lieb ist? Denn bei einer Stippvisite in Illian, wo sich Leandra erst noch als Königin beweisen und Gericht gegen die Verräter halten muss, erwachten bittere alte Erinnerungen in ihm. Diesmal ist er aber bereit, sie zu teilen, und schweigt nicht länger...

 

Obwohl der dritte Band eher ruhig verläuft und sich aus vielen kleinen Episoden zusammen setzt, ist der Roman spannender als der Vorgänger. Das mag daran liegen, dass sich die Geschichte bewusst nur auf eine Person konzentriert und es damit nur eine Handlungsebene gibt, aber auch, dass einige Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Licht kommen, die durchaus noch für später interessant sein könnten.

Die Geschichte wartetet mit sehr lebendigen Schilderungen und sympathischen, weil außerordentlich menschlichen Figuren auf. Das Kopfkino wird angeregt und man mag das Buch stellenweise gar nicht aus der Hand legen, da man ganz in die Handlung eintauchen kann.

Auch wenn letztendlich nicht viel an großen Geschehnissen zu verzeichnen sind, so bleiben doch die vielen kleinen Begebenheiten und Geheimnisse, die den Hintergrund abrunden und die Weichen für kommende Ereignisse stellen. Sicherlich wird dabei auch Havald alias Roderick von Thurgau eine größere Rolle spielen, als ihm lieb ist.

Dennoch ist es wichtig, auch die vorhergehenden Bände zu kennen, um die Lektüre wirklich genießen zu können. Denn immer wieder gibt es auch Andeutungen und Hinweise, die sich auf frühere Erlebnisse der Helden beziehen und nicht mehr sonderlich erklärt werden.

Die Action mag zwar eher zurückhaltend eingesetzt werden, die Spannung bleibt allerdings recht hoch, da sich der Autor diesmal wieder mehr um die Personen oder Hintergründe kümmert und die Versäumnisse der ersten Bände nachholt, um das Bild abzurunden und so zu den weiteren Geschehnisse überzuleiten.

 

Alles in allem ist „Das blutige Land“ ein spannender Fantasy-Roman, der zeigt, dass sich eine Handlung nicht immer nur um epische Konflikte und Schlachten drehen muss. Das Buch ist die bisher unterhaltsamste und aufschlussreichste Episode der Saga um „Die Götterkriege“ und lässt darauf hoffen, dass der Autor den Leser auch in den kommenden Bänden der Saga noch überraschen wird.

 

 

Eure Meinung:


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Buch:

Das blutige Land

Reihe: Die Götterkriege, Bd. 3

Autor: Richard Schwartz

Broschiert, 696 Seiten

Piper, erschienen Juli 2012

Titelbild von Uwe Jarling

ISBN-10: 3492268307

ISBN-13: 978-3492268301

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN: B007EUP6WG

Erhältlich bei: Amazon

 

Weitere Infos:


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Erstellt: 22.08.2012, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13