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Das Bündnis der Flammen von Simon Rhys Beck

Reihe: Magierblut, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

In „Die Dämonen des Caskáran“ schilderte Simon Rhys Beck, wie der junge Krieger Zeth nur knapp die Intrigen seiner Stiefmutter überlebte und mithilfe von Art, dem jungen Sohn seines Geliebten entkommen konnte, weil er immerhin er illegitime Sohn des Herrschers von Yendland war. Und auch sein junger Knappe Bennet hütete ein Geheimnis, das in den Ruinen von Reda zum Tragen kam.

In der Fortsetzung „Das Bündnis der Flammen“ geht die Geschichte in eine neue Runde. Beziehungen werden auf die Probe gestellt und neue entwickeln sich vor dem Hintergrund einer durch Intrigen und Kriege gebeutelten Welt.

 

Nun, einige Jahre später haben Bennet und sein Bruder River den magischen Stadtstaat Reda wieder zum Leben erweckt und Zeth steht ihnen gelegentlich zur Seite, da er seinem ehemaligen Knappen noch immer in Liebe verbunden ist, wenngleich seine Treue immer noch Yendland gehört.

Mittlerweile herrscht sein Halbbruder Kyl in diesem Reich. Nun mehren sich aber die Zeichen, dass der neue Caskáran zum Krieg rüstet. Gegen wen, das ist nicht leicht erkennbar, denn auch Ne’ertal, der Anführer der Xentenmagier mischt hinter den Kulissen mit. Reda ist ihm als wiedererwachte Bastion der Magie immerhin ein Dorn im Auge, der so schnell wie möglich entfernt werden muss und so tut er alles, um diese auszuschalten.

Seine Pläne scheinen zunächst aufzugehen, denn das Verhältnis zwischen Zeth und Bennet kühlt sich ab und der Krieger trennt sich erst einmal von seinem Gefährten. Außerdem ist Kyl nicht so leicht zu kontrollieren, stillt der launenhafte Caskáran doch lieber seine dunklen Gelüste als wirklich das zu tun, was er soll. Doch das Zünglein an der Waage ist Art, der erst jetzt erkennt, wie mächtig er eigentlich ist.

 

Nach einer kleinen Einführung, die den Stand der Dinge zusammenfasst, führt Simon Rhys Beck den Leser gleich mitten in die Handlung. Allerdings macht der Autor keinen Hehl daraus, dass nicht die Magie und Kämpfe im Mittelpunkt stehen, sondern die Beziehungen zwischen Zeth und Bennet, Art und River, die im ersten Band ihren Anfang nahmen. Immerhin dreht es sich hier um einen homoerotischen Roman vor archaisch-magischer Kulisse, und nicht um einen Fantasy-Abenteuer-Roman.

Neben leidenschaftlichen Liebesszenen gibt es so auch eher Momente, in denen die Gefühle der Protagonisten auf den Prüfstand gestellt werden, Wut und Enttäuschung sich mit Sorge und Trost abwechseln. Der Autor zieht alle Register, um den Leser zumindest in diesem Bereich in den Bann zu schlagen, und das gelingt ihm auch sehr gut, denn man fiebert mit den Paaren mit, schaudert bei den brutalen Machenschaften der Feinde und freut sich am Ende über das Happy-End.

Die magischen Intrigen sind eher Nebensache und werden am Rande abgehandelt, auch wenn sie dafür sorgen, dass die Handlung voranschreitet. Dennoch bleiben sie oberflächlich, was dem nicht gefallen dürfte, der mehr Abenteuer erwartet hat.

 

Alles in allem erfüllt „Das Bündnis der Flammen“ aus der Reihe „Magierblut“ jedoch alle Wünsche, die man als Leser an homoerotische Literatur haben darf – die sympathischen Helden zeigen viele Facetten ihres Wesens, die Beziehungen warten mit immer neuen Überraschungen auf und die leidenschaftlichen Liebeszenen sind prickelnd erotisch und geschmackvoll geschildert.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Das Bündnis der Flammen

Reihe: Magierblut 2

Autor: Simon Rhys Beck

dead soft, Dezember 2011

Taschenbuch, 217 Seiten

 

ISBN-10: 3934442846

ISBN-13: 978-3934442849

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B006GW0BTQ

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 03.12.2012, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13