Das Ding von George Allan England

Hörspiel

Reihe: Gruselkabinett 152

 

Rezension von Cronn

 

In der Reihe Gruselkabinett haben Marc Gruppe und Stephan Bosenius schon so manchen vergessene Perle aus den Tiefen des literarischen Meers gefischt. Ob das auch bei George Allan Englands The Thing from – Outside der Fall ist, wird sich noch beweisen müssen. Das Hörspiel erscheint unter dem deutschen Titel Das Ding als Reihennummer 152 des Grusekabinetts.

George Allan England schrieb Romane und Kurzgeschichten im Subgenre der Science-Fiction. Dabei war sein bekanntestes Werk Darkness and Dawn ist dabei durchdrungen von sozialistischen Themen. Auch ein Rassismus ist klar erkennbar. Dies ist allerdings bei »The Thing from – Outside« nicht der Fall. Die Story erschien zunächst im Magazin Science and Invention von Hugo Gernsback, wurde dann aber in Amazing Stories im Jahr 1926 republiziert.

Zunächst ein paar Worte zum Inhalt, bevor dann auf die Umsetzung als Hörspiel u. a. kritisch eingegangen wird.

 

Verlagsinfo:

Sechs Forscher rund um Professor Thorburn erleben in den Wäldern Kanadas das Grauen. Als die Männer und Frauen in der Nähe des Hudson Rivers unterwegs sind, ergreifen die einheimischen Führer die Flucht. Die Ursache dafür ist, dass man merkwürdige Abdrücke gefunden hat. Die Forscher allerdings versuchen sich auch ohne die Hilfe der Führer durch die Wälder zu schlagen und geraten in einen Albtraum geradezu kosmischen Ausmaßes …

 

Kritik:

Sagen wir es ohne Umschweife: Die Hörspiel-Umsetzung von George Allan Englands »The Thing from – Outside« ist Marc Gruppe und Stephan Bosenius gelungen.

 

Schon allein dadurch glückt ein solches Unterfangen, indem Marc Gruppe die Story in einem furiosen Auftakt mit einer Sequenz beginnen lässt, die den Zuhörer mitten in das Geschehen hineinzieht und Fragen aufwirft.

 

Anschließend lebt das Hörspiel von der intensiven Situation der Forschergruppe, in der auch zusätzlich zu der äußeren Gefahr noch innere Spannungen zwischen zwei männlichen Rivalen auftauchen und sich verstärken, je länger die Handlung fortschreitet.

 

Das Hörspiel kommt zu einem spannenden Höhepunkt, der zudem actionreich inszeniert ist. Dabei überzeugen die Sprecher ebenso wie die soundtechnische Umsetzung. Die Musik wirkt wie aus einem SF-Film mit den künstlichen Synthie-Sounds und auch die Soundumgebung ist stimmig (u. a. mit Feuerzeug-Entflammgeräusch) umgesetzt.

 

Fazit:

Weder Sozialkritik noch Rassismus lassen sich in »Das Ding« finden und das ist gut so. Die Story besticht durch Intensität des Settings. Die Sprecher machen ihre Sache sehr gut und auch die technische Qualität ist wie gewohnt superb.

Das alles macht »Das Ding« zu einem sehr gelungenen Hörspiel.

Eure Meinung:

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Hörspiel:

Das Ding

Reihe: Gruselkabinett 152

Original: The Thing from – »Outside«, 1926

Autor: George Allan England

Umfang: 1 CD

Dauer: 53.40 Minuten

Buch: Marc Gruppe

Produktion und Regie: Stephan Bosenius und Marc Gruppe

Mastering: Michael Schwabe, Monoposto

Cover-Illustration: Ertugrul Edirne

Layout: Doreen Enderlein

Titania Medien / Sony Music, 1. November 2019

 

ASIN: 3785757247

 

Erhältlich bei Amazon

SprecherInnen:

  • Erzähler: Peter Weis
  • Professor Thorburn: Gerhard Fehn
  • Joan Thorburn: Cécile Kott
  • Vivian: Julia DeLuise
  • Wallace Jandron: Helmut Zierl
  • Marr: Valentin Stroh

weitere Infos:

Serienguide:

Geister, Gräber und Gelehrte. Titania Mediens Gruselkabinett wird 50

Alles zur Reihe Gruselkabinett


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zuletzt aktualisiert: 08.12.2019 13:04 | Users Online
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