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Das Drachentor von Ulrike Schweikert

Rezension von Nadine Dilger

 

Als das Amulett von Rolana, der Mondpriesterin, anfängt zu glühen, bestätigt sich ein schlimmer Verdacht: die zerstörerische Magie der Drachenfiguren ist wieder entfacht und wenn es nun jemandem gelingt, die einzelnen Teile der Drachenkrone wieder zusammenzufügen, kann dieser die Welt beherrschen. Doch wie ist das möglich? Durch die Geburt des weißen Drachen Covalin wurde die Macht der Drachenkrone unterbunden. Rolana ist von Anfang an klar, dass nur der böse Magier Astorin dahinter stecken kann, der die Welt und deren Bewohner unterjochen will. Dafür muss er aber die sieben Drachenfiguren finden, um die Macht der Drachenkrone für sich zu gewinnen.

Rolana und ihre Freunde Thunin der Zwerg, Ibis die Elbe und Cay der Krieger stehen erneut einer schweren Mission bevor. Sie wollen die Welt vor der Tyrannei des bösen Magiers Astorin bewahren. Als die silberne Drachenfigur in ihren Besitz gelangt, machen sie sich auf den Weg zum Tor zwischen den Welten, wo sie die Figur zerstören wollen. Dort kommt ihnen aber Astorin wieder in die Quere und es kommt zum all entscheidenden Kampf...

 

Die Geschichte ist leider ziemlich einfallslos und kitschig. Es gibt in dem Buch leider nichts, was man nicht schon aus irgendwelchen anderen Fantasybüchern kennt. Mir kam es so vor, als hätte Ulrike Schweikert versucht, sämtliche Klischees, die die Fantasyliteratur so hergibt, in einem Buch zu vereinen. In diesem Buch habe ich nicht eine einzige Idee gefunden, die in irgendeiner Weise mal etwas Neues bietet.

Außerdem fehlt es diesem Buch an einem roten Faden und vor allem an Logik. Die verschiedenen Charaktere gehen ihren Weg, ohne dass man weiß, wieso sie das teilweise tun. Man kennt zwar das Ziel, doch es werden viele Handlungen in die Geschichte hineingeschoben, die wie Lückenfüller wirken und etwas mehr Spannung erzeugen sollen. Vieles, was in dem Buch vorkommt, hat eigentlich keinen richtigen Sinn oder kann nicht wirklich etwas zu der eigentlichen Handlung des Buches beitragen. So frage ich mich zum Beispiel, wie die Macht der Drachenkrone auf einmal so einfach wieder entfesselt werden konnte, obwohl die Geburt des Drachen Covalin diese Macht doch eigentlich völlig zerstört haben sollte. Ich konnte dieses „Problem“ nicht wirklich ernst nehmen, weil es offensichtlich sehr einfach war, diese Macht erneut zu entfesseln. Und das ist nicht die einzige Stelle, die man wegen so einer Leichtigkeit einfach nicht wirklich ernst nehmen kann.

 

Die Protagonisten haben kaum Tiefe und wirken oberflächlich. Sie besitzen kaum Wiedererkennungswert oder Persönlichkeit, sodass ich mich überhaupt nicht in die einzelnen Personen hineinversetzen konnte. Man erkennt zwar die Versuche von Ulrike Schweikert, wenn sie an manchen Stellen ihren Charakteren mehr Leben einhauchen will, doch das will nicht so recht gelingen. Die Gefühle wirken nur aufgesetzt und es kam nicht selten vor, dass ich die Gefühle oder Entscheidungen der Protagonisten nicht nachvollziehen konnte. Die Gräfin Lamina zum Beispiel. Sie hat zwar erst vor kurzem ein Baby auf die Welt gebracht, entscheidet sich aber dennoch dazu eine Reise anzutreten und ihre Grafschaft und ihr Kind zurückzulassen, obwohl sie auf der Reise eigentlich nicht von Nutzen ist.

 

Spannung habe ich leider in diesem Buch vergeblich gesucht, obwohl sich ein Abenteuer nach dem anderen reiht. Die Geschichte führt mal hierhin mal dorthin und Stellen, die eigentlich spannend sein müssten, steigern die Spannung in dem Buch einfach nicht. Es war ausnahmslos gleich langweilig.

 

Der Schreibstil ist ganz in Ordnung. Gestört hat mich allerdings, dass Ulrike Schweikert des öfteren Satzwendungen und Ausdrücke benutzt hat, die schon altbekannt und verbraucht sind. Durch diese Satzwendungen wirkt die Geschichte noch zusätzlich aufgesetzt und kitschig.

 

Das Land, in dem die Geschichte spielt, ist nicht wirklich interessant und hat keine wirklichen Eigenschaften, die es von anderen Ländern unterscheidet. Es besitzt nicht einmal einen Namen. Man sieht, dass Ulrike Schweikert das Land, indem ihre Geschichte spielt, nicht wirklich wichtig war. Leider wirkte das auf mich als Leser nicht sehr gut, weil man denken könnte, Ulrike Schweikert hat das Land nur erfunden, damit ihre Geschichte darin spielen kann.

Der Vampir, der in dem Buch vorkommt erinnert wirklich stark an Graf Dracula. Das hat in die restliche Geschichte meiner Meinung nach leider nicht sehr gut hineingepasst, weil man in einem Land, wie eben diesem namenlosen Land, keinen Vampir als Bewohner vermuten würde. Und erst recht keinen, der wir eine Kopie Draculas wirkt.

 

Mir hat das Buch leider gar nicht gefallen, da ich keine positiven Aspekte in dem Buch finden konnte. Die Story wirkt sehr aufgesetzt, genauso wie die Charaktere, die Geschichte bietet keine neuen Ideen und ist kitschig. Ab und zu fehlt es dem Buch auch an Logik und die Kopie von Graf Dracula ist meiner Meinung nach in diesem Buch leider auch Fehl am Platz.

 

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Das Drachentor

Autor: Ulrike Schweikert

Broschiert: 442 Seiten

Verlag: Blanvalet (Juni 2007)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3442363047

ISBN-13: 978-3442363049

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 20.06.2007, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13