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Das dritte Auge von Jason Dark

Reihe: Don Harris – Psycho Cop, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Was „Perry Rhodan“ für die SF-Heftromane ist, nimmt „John Sinclair“ für den Horror-Bereich in Anspruch: Die langlebigste wöchentliche Serie mit mehreren Nachauflagen zu sein. Doch damit wird bei Heft 1500 Schluss sein. Der alleinige Autor Jason Dark alias Helmut Rellergerd wird sich in den wohlverdienten Ruhestand zurückziehen. Er kann es aber immer noch nicht lassen, weiter zu schreiben, denn mit den Romanen „Don Harris. Psycho Cop“ will er seiner Fantasie weiterhin eine Spielwiese lassen. Die zwischen 200 und 250 Seiten dicken Romane erscheinen in zweimonatlichem Abstand bei Blanvalet und nehmen sich eines derzeit eines immer beliebter werdenden Roman-Themas an: Mystery-Detektive mit übersinnlichen Fähigkeiten.

 

Schon in frühster Jugend spürt Don Harris, das er anders ist als seine Mitschüler und Freunde. Er nimmt Dinge wahr, bevor sie geschehen. Damit kann er tödliche Unfälle verhindern, ist aber auch nicht leicht zu überraschen. Da er die Fähigkeiten nicht an die große Glocke hängt, weil er sie selbst nicht so richtig versteht, wird er weiterhin akzeptiert und gilt nicht als Freak. Später schlägt er eine Karriere im Geheimdienst ESI ein und feiert erste Erfolge.

Er vergisst seine Gaben beinahe – bis zu dem Monat, in dem er erst einen bestialischen Mord entdeckt und kurz danach am offenen Sarg seines Vaters steht. Auf der Stirn des Toten erscheint kurz ein drittes Auge, das kein anderer sehen kann.

Don Harris spürt, wie etwas in ihm erwacht. Doch er will es nicht wahrhaben, bis zu dem Moment in dem er einen Serienkiller stellt, der ebenfalls ein Drittes Auge zu besitzen scheint.

Nun stürzt die Vergangenheit über dem jungen Mann zusammen. Er erfährt mehr über den seltsamen Tod seiner Mutter bei der Geburt, seine Gaben und schließlich auch den „Club der Höllensöhne“, der hinter all dem zu stecken scheint. Und wer ist die geheimnisvolle Frau namens Elektra, die auf mehreren Fotos seiner Eltern zu finden ist, aber nicht zu altern scheint, da die Aufnahmen Jahrzehnte auseinander liegen?

 

So weit entfernt sich Jason Dark nicht von seinem Lieblingshelden John Sinclair. Auch Don Harris steht im Dienst des Staates, hat einen recht quirligen und lustigen freund und lebt in England. Nachdem sein früheres Leben zusammen bricht, muss er versuchen seinem Erbe gerecht werden, von dem er in diesem ersten Band allerdings noch nicht viel weiß. Das wird sich vermutlich auch im Lauf der Serie ändern. Hier wird erst einmal der Held mit seiner Geschichte und seinem derzeitigen Umfeld vorgestellt und die späteren Gegner machen ihren ersten Zug.

Gewohnt routiniert erzählt Jason Dark seine Geschichte, Action und Beschreibungen, die aber nicht zu viel verraten, wechseln sich in passendem Maß ab, Tiefgang in der Handlung und den Figuren ist allerdings nicht zu erwarten, vor allem kommt dem Leser vieles vertraut und bekannt vor. Daher ist die Serie wohl am ehesten für die Fans von John Sinclair geeignet, die auch weiterhin Neues von Jason Dark lesen wollen.

Eure Meinung:


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Das dritte Auge

Autor: Jason Dark

Broschiert, 223 Seiten

Blanvalet erschienen November 2006

Preis: 4,95 EUR

ISBN: 3-442-36577-5

Titelbild von Bondar

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 27.11.2006, zuletzt aktualisiert: 31.05.2019 18:27