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Das eherne Buch: Eine Geschichte vom Ende allen Krieges von Christian von Aster

Rezension von Christel Scheja

 

Christian von Aster ist einer der wenigen Autoren er phantastischen deutschen Szene, der von seinen Romanen leben kann und immer wieder Verlage für seine neuen Geschichten finden kann. Dabei scheut er sich aber auch nicht, einfachen Abenteuergeschichten den gewissen Touch zu verleihen, wie man es auch sehr schön an „Das eherne Buch: Eine Geschichte vom Ende allen Krieges“ merken kann.

 

Jaarn hat sein ganzes bisheriges Leben im Schutz des Mönchsordens und der Bibliothek verbracht und ist selbst auf dem besten Weg, sich ganz dem friedlichen Leben und den Büchern zu widmen und die Welt außen vor zu lassen.

Allerdings wird er schon bald aus seinem beschaulichen Leben gerissen, denn er erfährt nicht nur, dass er der letztgeborene Sohn und Erbe eines Fürsten ist, sondern auch der Hüter des „Ehernen Buches“, das zwar wie eine Waffe aussieht, aber eigentlich viel mehr ist.

In dem Artefakt liegt das Versprechen eines Gottes, dem Reich und vielleicht auch der Welt den ewigen Frieden zu bringen.

Doch wie so oft gibt es Kriegstreiber und Neider, die die Klinge gerne in ihre Gewalt bringen möchten, Räuber und Wegelagerer, die ein gutes Geschäft wittern und nicht zuletzt auch ein lange ausgelöschter Clan, der aus dem Exil zurückkehrt, um sich das zurückzuholen, was ihm zusteht und zudem seine Macht zu erweitern.

Jaarn wird entführt und muss auch später noch weiter fliehen, denn letztendlich kann er nur wenigen Leuten vertrauen, die um das Geheimnis des Ehernen Buches und seiner Bedeutung wissen und beides um jeden Preis für das Gute bewahren müssen.

 

„Das eherne Buch“ ist wahrlich keine neue und keine innovative Geschichte, greift es doch auf ein sehr bekanntes Thema zurück. Denn letztendlich geht es wieder einmal um den auserwählten Jungen, der aus seinem beschaulichen und glücklichen Leben gerissen wird, nur um sich seiner großen und gefährlichen Aufgabe zu stellen.

Immerhin erzählt der Autor die Geschichte ohne Schnörkel und Abschweifungen, denn jedes Kapitel treibt die Handlung voran und wirft weitere Andeutungen und Hinweise in den Raum, so dass sich die Geschichte nach und nach in klaren und prägnanten Bildern vor dem Leser öffnet und ihn so immer mehr in das Geschehen hineinzieht.

Die Figuren selbst sind relativ schlicht gestrickt, haben aber dennoch ein paar kleine Eigenarten, die sie ein wenig von den Archetypen, zu denen sie gehören, abheben und so gelegentlich überraschend handeln lassen.

Die Helden werden ebenfalls nicht geschont, denn die Gegenspieler zeigen sich von ihrer „besten“ Seite und setzen gerne auch schon einmal Gewalt ein. Trotzdem gibt es auch lyrische und magische Momente in der die Besonderheit der Klinge zum tragen kommt, die besondere Magie, die ihr innewohnt und durch Mythen und Legenden den Hintergrund vertieft.

Allein das Ende wirkt ziemlich offen, was vermutlich daran liegt, dass die Geschichte selbst noch nicht zu Ende erzählt ist und daher nur erst einmal vorläufig abschließt.

 

Alles in allem ist „Das Eherne Buch“ ein nettes Abenteuer aus der Feder eines deutschen Autoren, der das Klassischste aller Themen der Fantasy dennoch um ein paar spannende und kurzweilige Facetten bereichern kann und daher durchaus einen Blick wert ist, wenn man epische Questen und junge Auserwählte mag, die im Lauf der Geschichte über sich hinaus wachsen.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Das eherne Buch: Eine Geschichte vom Ende allen Krieges

Autor: Christian von Aster

Taschenbuch, 347 Seiten

Klett-Cotta, 22. August 2015

Cover: Birgit Gitschier

Illustration: Helmut »Poul« Dohle

ISBN-10: 3608939342

ISBN-13: 978-3608939347

Erhältlich bei: Amazon

Kindle-ASIN: B00X5FY6ZW

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Erstellt: 09.07.2016, zuletzt aktualisiert: 11.11.2019 13:15