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Das Erbe des Flammenmädchens von Samantha Young

Rezension von Christel Scheja

 

Mit „Flammenmädchen“ startete die New York Times Bestsellerautorin Samantha Young eine neue Serie für junge Erwachsene, in der es magisch und romantisch zugleich zugeht. Nun geht die Geschichte in „Das Erbe des Flammenmädchens“ spannend und dramatisch weiter.

 

Aris Leben hat sich grundlegend geändert, denn sie weiß jetzt, dass sie eigentlich kein Mensch ist, sondern ein übersinnliches Wesen – und sogar noch mehr: Als „Siegel Salomos“ hat sie die Macht, alle anderen Dschinns zu beherrschen. Und damit ist sie ein begehrtes Objekt für alle machtgierigen Wesen – vor allem da sie noch lange nicht mit ihren Fähigkeiten umzugehen weiß und daher angreifbar bleibt.

Vor allem ihr eigener leiblicher Vater, der „White King“, einer der Herrscher der magischen Welt, will sie zu seinem Werkzeug machen und damit seine sechs Brüder übertölpeln und seinen Vater vom Thron stoßen. Doch der „Red King“ hat rechtzeitig reagiert und seinen Vasallen Jai ausgeschickt, um Ari zu beschützen.

Die ist ohnehin angeschlagen, weil sie sich um ihren Freund Charlie sorgen macht, der nach dem Tod seines Bruders nur noch auf Rache sinnt und sich daher zum Zauberer hat machen lassen – egal, welchen Preis er eines Tages dafür zahlen wird.

Nun spitzt sich die Situation zu. Der „White King“ droht ihr ständig alles zu nehmen, was ihr wichtig ist und findet sogar einen Weg, um ihr seine Entschlossenheit deutlich zu demonstrieren. Und dann ist da noch Dali, ein heimtückischer Zauberer, der ihr nachstellt, um sie ebenfalls in seine Gewalt zu bekommen.

Damit steckt Ari mehr denn je mittendrin in den Intrigen ihrer magischen verwandten und weiß bald nicht mehr, wo ihr der Kopf steht, denn auch ihre Gefühle beginnen nun, da sie Jai immer besser kennen lernt und um Charlies Geist fürchten muss, völlig aus der Bahn zu geraten. Das sind keine guten Voraussetzungen, um sich ihren Feinden zu stellen …

 

„Das Erbe des Flammenmädchens“ beginnt dort, wo der erste Band aufgehört hat, so dass die Autorin nichts mehr erklären muss, und gleich richtig loslegen kann. Wie im Mittelband einer Trilogie üblich, wartet die Geschichte erst einmal mit großen Verlusten und Schockmomenten auf, in denen die junge Heldin an ihrer Rolle und ihren Kräften zweifeln darf, aber letztendlich doch an den ihr auferlegten Prüfungen wächst um sich dann ihren Feinden besser stellen zu können.

Immerhin legt Samatha Young dabei auch ein wenig Wert auf das Abenteuer und führt ihre Heldin nicht nur durch ein Wechselbad der Gefühle, sondern bringt sie auch mehrfach deutlich in Gefahr. Aber das ist letztendlich doch alles der romantischen Seite der Geschichte untergeordnet, denn natürlich knistert es weiterhin deutlich zwischen Jai und Ari, auch wenn die beiden zunächst noch professionelle Distanz zu wahren versuchen.

Aber man merkt deutlich, dass sich der menschliche Freund auf klassische Art von der Heldin entfremdet und mehr oder weniger auf seinen Untergang zusteuert – es sei denn er findet noch den richtigen Punkt, um innezuhalten. Neue Figuren und ein anderes Umfeld lassen es ahnen.

Alles in allem wird die Geschichte spannend erzählt, auch wenn erfahrene Leser natürlich die ein oder andere Wendung vorhersehen können und meistens auch recht behalten. Auch die Figuren bleiben auf dem gleichen oberflächlichen Niveau, dürfen sich aber immerhin auch ein Stück weiterentwickeln.

 

„Das Erbe des Flammenmädchens“ ist wie auch schon „Flammenmädchen“ ein solide geschriebenes Fantasy-Abenteuer, bei dem die Romantik im Vordergrund steht. Die Geschichte dürfte vor allem junge Leserinnen ansprechen, die neben vielen Gefühlen auch noch ein wenig Spannung und Magie schätzen, aber nicht ganz so viel Wert auf Action und einen ausgefeilten Hintergrund legen.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Das Erbe des Flammenmädchen

Autorin: Samantha Young

Taschenbuch, 362 Seiten

Darkiss/Mira, April 2014

Übersetzerin: Alexandra Hinrichsen

 

ISBN-10: 3956490568

ISBN-13: 978-3956490569

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 22.10.2014, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 10:59