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Das Erste Schwert von Anna Kashina

Rezension von Amna Rauf

 

Skip, Erle und Ellah haben ihr ganzes Leben in einem kleinen Dorf namens Eichenhain verbracht, wo jeder Tag wie der andere verlief, bis sie eines Tages den Mord an einem Unbekannten mit ansehen und sich alles änderte.

Nachdem Skip und seine Freunde zugesehen haben, wie ein Adliger von ein paar Priestern umgebracht wird, ahnen sie noch nicht, dass sie zum Mittelpunkt einer jahrelang geplanten Intrige werden. Sie nehmen ein Päckchen von dem Sterbenden entgegen und versprechen ihm seine Mission zu erfüllen. Doch sie kommen zu spät, denn als sie wieder in ihr Dorf zurückkehren ist der Mann, dem sie das Päckchen aushändigen sollten, bereits tot. Getötet von geheimnisvollen Fremden die auch Skips Vater angegriffen haben. Jetzt beginnt eine Jagd bei der nicht klar ist wer der Jäger und wer der Gejagte ist. Denn einerseits verfolgen Skip und sein Bruder Erle die Angreifer ihres Vaters, aber gleichzeitig werden auch sie verfolgt. Denn die Priestern geben sich noch lange nicht damit zufrieden, dass die Freunde aus dem Dorf geflohen sind, im Gegenteil jagen sie die drei mit allen Mitteln, ohne das diese den Grund dafür ahnen. Und als wäre das noch nicht genug, werden sie auch noch von einem Majat-Assassinen gesucht, denn in dem Päckchen befindet sich dessen Dolch, der als Pfand für seinen Auftrag gilt. Worin dieser Auftrag genau besteht können sie nur erahnen, aber er muss mit dem Mord zu tun haben dessen Zeuge die Freunde geworden sind. Die Majat- Assassinen gelten als die gefährlichsten Krieger überhaupt, sodass die drei gar keine Chance hätten, wäre da nicht die Söldnerin Kara, die sie engagiert haben, damit diese sie begleiten und beschützen soll. Doch ob sie wirklich die vertrauensvolle Person ist, für die Skip sie hält, wird sich erst auf ihrer Reise offenbaren.

Während ihres Abenteuers geraten sie deshalb nicht nur immer wieder in Gefahren, sondern begegnen auch noch unerwartet den sonderbarsten Geschöpfe und erfahren dabei immer mehr was es mit der Priesterschaft auf sich hat und wieso ausgerechnet sie von so vielen Menschen gejagt werden. Dabei ist ihnen allen klar, dass Shandorianische Reich, so wie sie es kannten schon bald nicht mehr existieren könnte, weil es nicht nur die Priester sind die ihre Geheimnisse haben, sondern auch die geheimnisvollen Bewahrer, zu denen sie auf der Suche nach Sicherheit unterwegs sind, auch über einiges an Macht verfügen.

 

 

Fazit:

,,Das Erste Schwert‘‘ hört sich erst mal nach einem typischen Fantasy-Roman an. Die Handlung beginnt wie so oft in einem typischen Dorf, indem die Hauptperson ihr gesamtes Leben verbracht hat, ohne das etwas Aufregendes passiert ist. Darüberhinaus erscheint auch die Hintergrundgeschichte bekannt, die Hauptperson, der Sohn eines Schmiedes bricht zu einem großen Abenteuer auf und wird zum Ziel unbekannter Mächte. Wie so oft gibt es auch hier einen Machtkampf zwischen Kirche und Staat, zwischen Gut und Böse.

So betrachtet erscheint der Roman nur aus vielen Klischees zu bestehen und weniger aus eigener Kreativität, doch dieser Eindruck täuscht. Ja, Anna Kashina hat sich vielleicht etwas zu vieler Klischees bedient, als sie diesen Roman schrieb, nichtsdestotrotz hat sie es geschafft, all diese alten Elemente zu einem neuen Roman zusammenzusetzen, der durchaus das Potential besitzt zu einem großen Fantasy Epos zu werden.

Von den Klischees abgesehen, ist die Geschicht flüssig zu lesen und bis zu den letzten Seiten spannend. Es kommt also nicht vor, dass dem Leser irgendwann langweilig, sondern im Gegenteil wird es immer spannender, bis es zu einem fulminanten Finale kommt.

Davon abgesehen gibt es leider noch zwei Punkt zu bemängeln, denn obwohl die Geschichte mitreißend ist, sind die Charaktere eher flach und wenig durchdacht. So kommt es, dass die Hauptperson oft unsympathisch erscheint und auch ihr Verhalten vorhersehbar ist. Auch die Nebenfiguren entsprechen leider nicht den Wünschen der Leser, denn genau wie Skip haben Erle und Ellah keine wirkliche Tiefe und sind eindimensional.

Eine letzte Kleinigkeit wäre noch, dass Kashina oft Vokabular verwendet hat, dass überhaupt nicht zum Mittelalter- Ambiente des Romans gepasst hat. Wörter wie ,,Erbanlagen‘‘ und ,,Gene‘‘ waren zwar im Kontext sinnvoll, haben aber eher gestört, was das Lesegefühl betraf.

Letztendlich muss ich aber auch sagen, dass ich das Lesen, trotz dieser kleinen Schwächen sehr genossen habe und ihn durchaus weiter empfehlen kann. ,,Das Erste Schwert‘‘ ist also ein Roman, der viele überraschen und auch manch einen überzeugen wird.

 

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Das Erste Schwert

Autor: Anna Kashina

Übersetzer : Martin Baresch

Verlag: Dtv

Seitenzahl: 637

Format: Broschiert

Erscheinungsdatum: September 2008

ISBN-10: 3423210850

ISBN-13: 978-3423210850

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 06.11.2008, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13