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Das Erwachen von Darren Shan

Reihe: Dämonicon Bd.1

Rezension von Christel Scheja

 

Darren Shan ist das Pseudonym eines irischen Autors und gleichzeitig auch der Name des vampirischen Helden, der ihn bekannt machte. Da die Serie um den „Mitternachtszirkus“ so erfolgreich war, gab der Knaur-Verlag auch eine andere Saga – „Dämonicon“ in acht Bänden heraus. Diese erscheint nun noch einmal in einer Neuauflage bei PAN. Der erste Band „Das Erwachen“ vereint die beiden Romane „Fürst der Schatten“ und „Höllenkind“ unter einem Buchdeckel.

 

Im ersten Roman geht es um den jungen Grubb. Er führt ein ganz normales Leben mit all den Problemen, die ein Teenager in der Schule, mit Geschwistern und Eltern hat, bis zu dem Tag, an dem seine Welt zusammen bricht. Er muss miterleben, wie Vater, Mutter und Schwester von Dämonen zerfleischt werden.

Als er nach vielen Monaten die psychiatrische Klinik endlich verlassen darf, kann er zu einem Onkel ziehen, den er bisher gar nicht kannte. Der alte Sonderling lässt ihm viele Freiheiten, erlegt ihm aber auch ein paar Pflichten auf. Doch nach und nach erfährt er auch, dass in dem Haus und seiner Familie nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Aber erst der pfiffige Bill-I kann ihm die Augen richtig öffnen und die Wahrheit nahe bringen.

Kernel Fleck gilt in seiner Klasse als Außenseiter, gibt er sich doch als schüchternen Einzelgänger aus. Denn er will verhindern, dass die anderen ihn für verrückt halten, weil er Lichter sieht, die sonst keiner wahrnehmen kann. Nach und nach entdeckt er, dass er diese Erscheinungen zusammenführen und so ein Tor in andere Welten schaffen kann. Das bleibt allerdings nicht ganz unbemerkt, und bald steckt er mitten in einer Intrige, deren wahres Ausmaß er noch nicht kennt, als auch noch sein kleiner Bruder Art entführt wird.

 

Beiden Romanen ist gemeinsam, dass sie im Reich des Lord Loss enden, eines Schach liebenden Erzdämons, der besondere Pläne mit den Jungen zu haben scheint, ebenso wie der geheimnisvolle Derwisch, der Grubbs Onkel und einer der Begleiter von Kernel ist.

Beide Helden kämpfen darum, das Intrigenspiel zu durchbrechen, heil aus der Situation zu entkommen und schließlich auch noch diejenigen zu retten, für die sie das Wagnis eingegangen sind.

Wie für Darren Shan typisch, konzentriert er sich auf das Abenteuer. Seine Helden sind aktiv bei der Sache und handeln meistens von sich aus, was sie zu idealen Identifikationsfiguren für Gleichaltrige macht, zumal auch die Erzählweise ein wenig dem heutigen Umgangston angepasst ist. Auch die Action ist reichlich vorhanden und Gewalt oder Grausamkeit werden nicht verschwiegen. Phantastische Elemente sind reichlich vorhanden, reichen aber mehr in das Horrorgenre hinein als in die Fantasy.

Die Geschichten selbst ist eher oberflächlich, da der Hauptkonflikt am Ende des Bandes abgeschlossen und eine wirkliche Verbindung zwischen den Romanen noch nicht erkennbar ist. Man weiß auch nicht so genau, was Lord Loss eigentlich mit seinen Aktionen erreichen will und fragt sich, wie die beiden Helden eines Tages zusammenkommen sollen.

 

Alles in allem ist „Das Erwachen“ eine kurzweilige aber auch sehr seichte Lektüre, die sich vor allem an junge Leser richtet oder Erwachsene, die für Reise oder Strand Unterhaltung brauchen, auf die sie sich nicht sonderlich konzentrieren müssen.

 

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Das Erwachen

Reihe: Dämonicon, Bd. 1

Autor: Darren Shan

Klappbroschur - 520 Seiten

Blanvalet, erschienen Februar 2011

Übersetzung aus dem Englischen von Sabine Reinhardus

Titelbild von Chris McGrath

ISBN-10: 3426283549

ISBN-13: 978-3426283547

Erhältlich bei: amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 17.03.2011, zuletzt aktualisiert: 20.07.2019 10:39